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des schwer erkrankten Herrn Cardinal von Gcisscl zu dieserfrommen Pilgerfahrt den obcrhirtlichcn Segen. Der hochw.Herr hatte die Güte, alle Mitglieder der Karawane und nocheinige Herren aus Köln, die schon früher in Palästina waren,znm Mittagessen einzuladen, wobei die Reise und der Aufent-halt im hl. linndc besprochen wurden. Am Schluß brachte derhochw. Herr einen Toast auf die Karawane anS mit dem Wunsche,! uns Alle nach vollendeter Pilgerreise wohl und gesund wieder! zu sehen.
^ Die Nacht der Abreise war sehr unfreundlich und kalt, doch
! der Gedanke, für Den, dessen Grab ich besuchen wollte, etwas
! leiden zu können, tröstete und stärkte mich. Den 2ll. Februar
! sah ich Morgens vom Eisenbahnwaggon aus das große Terrainbei lieipzig, wo bei der Völkerschlacht deutsches Blut die Erdegetränkt und deutsche Söhne den Tod erlitten, um das Vater-! land von fremdem Joche zu befreien. Noch heute erfreuen wir
nnS des Sieges, den Deutschlands Helden hier auf diesem
Felde über die ,Franzosen errungen haben. Gegen Mittagkamen wir in TrcSdcn an und besahen den Nachmittag dieStadt.
Den 24. Februar, Morgens 7 Uhr, diente ich mit HerrnHcrmcns dem Herrn Pastor Palm die hl. Blesse, besuchten dassogenannte grüne Gewölbe, wo sehr viele kostbare und wcrth-^ volle Gegenstände, deren Erwähnung ich hier übergehen will,^ aufbewahrt sind. Bon dort begaben wir uns nach der Bildcr-
^ gallerie. Einen mächtigen Eindruck machte die siptinische Ma-
donna von Raphael und das Bild von Holbcin, darstellend, wieder Bürgermeister von Basel sein krankes Kind der MutterGottes empfiehlt, welches auf deren Fürbitte wieder gesund wird.
Gegen elf Uhr fuhren wir von DrcSdcn nach Prag. DieEisenbahn führt durch die sächsische Schweiz, welche einen im-posanten und malerischen Eindruck macht. Bald sieht man hoheBerge, bald tiefe Schluchten und Thäler, bald ein Dörfchen mitder Kirchthurmspitze re. und überall regcS und thätiges lieben.