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lieben starken Seele bemächtigt hat. Wenn Jemand aus Liebekni öden sucht, mit dem Mond im krnst plaudert, so steckt ge-wiß das Haschen irgend wo im Kopf, denn eine Schwachheitsteht selten allein.
Ich habe sehr hohe Begriffe von der Große und Würde desMenschen, kincm Triebe folgen, ohne den die Welt nicht be-stehen könnte, die Person lieben, die mich zum einzigen Gesell-schafter ansersehen hat, zumal da nach unsern Sitten diesePerson sich durch tausend andere Dinge an unser Herz fest hängt,und unter den mauuichfaltigen Relationen, von Rathgeber, Freund,Handlungscompagnon, Betteamcrade, Spiclsache, lustiger Bruder,(Schwester klingt nicht) auf uns wirkt, das halte ich sicherlichfür keine Schwachheit, sondern für klare reine Schuldigkeit,und ich glaube auch, es steht nicht bei uns, ein solches Ge-schöpf nicht zu lieben. Beklagen wir ja den Tod eines Haus-bundes. Allein ein Mädchen sollte im Stande sein, mit ihrenReizen einem Manne seine Ruhe zu rauben, daß kein anderesVergnügen mehr Geschmack für ihn hätte, und es stehe nichtin seiner Gewalt, steh diesem Zug zu widersetzen, dem Manne,der Armuth, Hunger, Verachtung seines Verdienstes ertragen,ja seiner khrc wegen in den Tod gehen kaun? Das glaube ichewig nicht. Dem Gecken wohl, dem weichlichen Schwachen, dernie in irgend etwas Widerstand persucht hat, oder dem Wollüst-ling, der höhere Vergnügen des Geistes nicht kennt, als dasBewußtsein, daß ihn ein hübsches Mädchen liebt (denn vomGenuß abstrahirc ich, »in dem Werther allen möglichen Bor-