Die Bittschrift der Wahnsinnigen
Die Bittschrift der Wahnsinnigen zu Cclle könnte eine guteSatyre abgeben. Sie könnten »in eine Bibliothek ansuchen, undvorher über den Werth der Bücher mit einander disputircn. DasLetztere könnte eine vortreffliche Persiflage auf die Recensenten inDeutschland werden. Es müßte vorgestellt werden, wie mancher denNachttopf nach den Büchern gösse. Z. B. Einer, der ganz nackendda saß, und von seinem geistlichen Lrnat nichts am Leibe hatte,als einen alten Kragen, den er bei jeder Gelegenheit herum-zauste, und sich und Andere öfters damit strangulircn wollte,griff bei dem Wort Timorus ") nach seinem Nachttopf, umihn über das Buch auszuleeren; er war aber znm Glück ganzleer, welches bei Einigen ein herzliches Lachen erregte.
Nun wird weiter gelesen: M... v o m St ein sch eid cn:c.Den! den! o den! schrie ein alter melancholischer Mann miteinem langen Bart. M... hat mich in meiner letzten Schwan-gerschaft touchirt. —
') Dieß ist eine kleine satyrische Schrift des Verfassers, dieim Jahr 1773 unter dem erdichteten Namen von ConradPhotorin erschienen ist.