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wiß still Leben damit nicht verlängern. — Eben so ist es mitder Sage, daß die wahren Christen immer rechtschaffene Leutesind. Es hat lange rechtschaffene Menschen gegeben, ehe Chri-sten waren, und gibt Gottlob! auch da noch welche, wo keineChristen sind. Es wäre also gar wohl möglich, daß die Leute guteChristen sind, weil das wahre Christenthum dasjenige von ihnenfordert, was sie auch ohne dasselbe gethan haben würden. So-krates wäre gewiß ein sehr guter Christ geworden.
Wenn ein Prediger merkt, daß seine Zuhörer nicht auf-merksam sind, so müßte er es machen, wie ein gewisser Dr.Alpiner, Bischof von London. Als dieser fand, daß der größteTheil seiner Versammlung schlief, fing er auf einmal laut anin einer hebräischen Taschenbibel zu lesen, die er bei sich hatte.Sogleich wurde Alles aufmerksam. Da fing er an: ,/was seidihr doch für seine Leute! ihr seid aufmerksam, wenn ich euchetwas vorlese, wovon ihr kein Wort versteht, und schlaft, wenn ichmit euch in eurer Muttersprache von Dingen rede, auf denen dasHeil eurer Seele beruht.« (Universal Nszar. Oct. 17S7. p.284.)
Ist es nicht abscheulich, daß sich der Mensch gewöhnt hat,zur Nahrung oder zur Befriedigung seiner Leckerhaftigkeit Dingezu wählen, die von seiner eigenen Gartenmauer an gerechnet, einPaar lausend Meilen entfernt wachsen? Warum tractiren reicheJuden bei ihren Tractamentcn nicht mit Wasser aus dem Jordan,oder mit dem Honig und der Milch, die in ihrem Vaterlands fließt?