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Wir lernen uns selbst kennen, geben unserm Gedankensystem > stdFestigkeit und Zusammenhang; unsere Reden in Gesellschaften er- zyi
halten eine gewisse Eigenheit wie die Gesichter, welches bei dem sch
Kenner sehr empfiehlt, und dessen Mangel eine böse Wirkung thut. A«
Man bekommt einen Schatz, der bei künftigen Ausarbeitungen ge- ^
nützt werden kann, formt zugleich seinen Stil, und stärkt den in-nern Sinn und die Aufmerksamkeit auf Alles. Nicht alle Reichen °sind es durch Glück geworden, sondern viele durch Sparsamkeit. Di
So kann Aufmerksamkeit, Ökonomie der Gedanken und Übungden Mangel an Genie ersetzen.
Man kann nicht leicht über zu vielerlei denken, aber mankann über zu vielerlei lesen. Über je mehrere Gegenstände ichdenke, das heißt, sie mit meinen Erfahrungen und meinem Ge-dankensystem in Verbindung zu bringen suche, desto mehr Kraft >gewinne ich. Mit dem Lesen ist es umgekehrt: ich breite michaus, ohne mich zu stärken. Merke ich bei meinem DenkenLücken, die ich nicht ausfüllen, und Schwierigkeiten, die ichnicht überwinden kann, so muß ich nachschlagen und lesen. Ent-weder dieses ist das Mittel, ein brauchbarer Mann zu werden,oder es gibt gar keines.
O, wenn man die Bücher und die Collectaneeu sähe, ausdenen oft die unsterblichen Werke erwachsen sind — (ich habedie Geständnisse einiger vertrauten Schriftsteller für mich, dienicht wenig Aufsehen gemacht haben) — es würde gewiß Tau-