Druckschrift 
2 (1844)
Entstehung
Seite
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Menschen, davon jeder etwa ein Dutzend eigene und zwei Dutzendgeborgte Ideen baar liegen hat da läßt sich damit über dieWelt handeln. Außerdem gibt es ja zweierlei Oden: ge-lehrte, für Geist und Ohr, und un gelehrte, für das Ohrallein, und zu den letzterer braucht man kaum einmal vomWeibe geboren zu sein. Wenn man etwas Sylbcnmaß in denOhren hat, und dabei zwanzig bis dreißig Oden als Stimulantialiest, so möchte ich das Gesicht von dem Sterblichen sehen, dernicht eine Ode wiederhatten könnte, die jeden poetischen Prima-ner zur Bewunderung hinrisse. Kurz, solche Composilionen mußman gar nicht mit dem Maßstabe messen, mit dem man Hage-dorns, Utzens und Ramlers Oden mißt; sie gehören zu einerganz andern Classe von Composition, und find das in der Poesie,was Jakob Böhms unsterbliche Werke in Prose sind, eine Artvon Pickenick, wobei der Verfasser die Worte, und der Leserden Sinn stellen. Will dieser nicht, oder kann er nicht, gut,so läßt ers bleiben; zu einem solchen Kränzchen finden sichimmer Leute.

Fragment.

Witzige Schriften wollten sie. Da regnete, blitzte und ha-gelte es Epigrammen. Wißt ihr, was die Antwort war? Diealte abgedroschene Sentenz: es gäbe hundert Witzige gegen Einen,der Verstand hätte. Wer konnte es alsdann den Spottvögelnverdenken, von denen es in Deutschland wimmelt, wenn sie dieWelt mit verständigen Schriften anfüllten, ich meine mit solchen,