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Es ist subtile Prahlerei, daß der Mann clwas Griechisches lesen ^
konnte, während andere Leute etwas Deutsches lesen müssen. !»>ü
Daß deutsche Schriftsteller so oft ihre Helden mit einem Grie- w?'
chen in der Hand spazieren lassen, ist deutsche Prahlerei, Zei- «l
tnngs - und Journalenleserei. Literärisches Verdienst ist in iB
Deutschland leider der Maaßstab von wahrem Werth geworden, 8»!
weil Schulfüchse den Thron des Geschmacks usurpircn. Anstatt Weinen Helden immer in seinem Homer lesen zu lassen, wollte Stii
ich ihn lieber in das Buch sehen lassen, aus dem Homer selbst »
lernte; das wir ganz ohne Varianten, ohne Dialekte vor unshaben. Es ist von diesen tiefen Kennern des Geschmacks gar imnicht schön, daß sie eine Copie studiren, während sie das Origi- »nal vor sich haben. ^
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Es ist mit den Sinngedichten, wie mit den Erfindungenüberhaupt: die besten sind ebenfalls diejenigen, wobei man sichärgert, den Gedanken nicht selbst gehabt zu haben. Das ist es ^wohl, was die Leute meinen, wenn sie sagen, der Gedanke müsse ^
natürlich sein. ^
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Was eigentlich den Schriftsteller für den Menschen ausmacht, ,,,
ist, beständig zu sagen, was der größte Theil der Menschen denkt ^
oder suhlt, ohne es zu wissen. Der mittelmäßige Schrift- ^
steiler sagt nur, was Jeder würde gesagt haben. Hierin be- ^
steht ein großer Vortheil zumal der dramatischen und Romanen- ,
dichter.