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gefühlt hat, oder ob er aus einer genauen Kenntniß des mensch-lichen Herzens bloß durch Verstand und schlaue Wahl rührenderZüge uns Thränen abgelockt hat. Im ersten Fall wird er nie,nachdem die Stelle vorüber ist, seinen Sieg plötzlich aufgebe».So wie bei ihm sich die Leidenschaft kühlt, kühlt sie sich auchbei uns, und er bringt uns ab , ohne daß wir es wissen. Hin-gegen im letzter» Fall nimmt er sich selten die Mühe, sich seinesSieges zu bedienen, sondern wirft den Leser oft, mehr zur Be-wunderung seiner Kunst, als seines Herzens, in eine andere Artvon Verfassung hinein, die ihn selbst nichts kostet, als Witz,den Leser aber fast um Alles bringt, was er vorher gewonnenhatte. Mich dünkt, von der letzter» Art ist Sterne. DieAusdrücke, womit er Beifall vor einem andern Richterstuhl er-halten will, vertragen sich sehr oft nicht mit dem Sieg, den erso eben vor dem einen erhalten hatte.
Sterne und Fiel ding.
Sterne steht nicht auf einer sehr hohen Staffel, nicht aufdem edelsten Wege. Fiel ding steht nicht ganz so hoch, aufeinem weit ediern Wege. Es ist der Weg, den derjenige betre-ten wird, der einmal der größte Schriftsteller der Welt wird,und sein Fündling ist gewiß eines der besten Werke, die jegeschrieben worden sind. Hätte er uns ein klein wenig mehrfür seine Sophie einzunehmen gewußt, und wäre er da, wo wirnur ihn hören, oft kürzer gewesen, so wäre vielleicht gar keinWerk darüber.