Die Versart den Gedanken anzumessen, ist eine sehr schwereKunst, und eine Vernachlässigung derselben ist ein wichtiger Theildes Lächerlichen. Sie verhalten sich beide zusammen wie im ge-meinen Leben Lebensart und Amt.
In den Werken unserer Kunst werden beständig Dinge ver-schwendet; Alles muß bei uns stärker gemacht werden, als esder Gebrauch erfordert, weil wir nicht alle Umstände übersehenkönnen. Bei unsern Kleidern, Schränken, Stühlen, Häusernmüssen wir allezeit in die wahre Gleichung der Dinge nvch eineunbestimmte Größe hinzusetzen, die wir nach Gefallen verändernkönnen. Wenn sk> hinreichend wäre, etwas zu erreichen, ohnedaß man das Geringste davon nehmen könnte, so müssen wirdafür aü-j-x nehmen, da die Natur allemal ab-j-ä setzt, undauf einmal Alles bestimmt. Durch die Veränderung dieses ämacht die Natur Varietäten, und befördert die gänzliche Verän-derung, wenn es negativ wird.
Den Männern haben wir so viel seltsame Erfindungen inder Dichtkunst zu danken, die alle ihren Grund in dem Erzeu-gungstricb haben, z. B. die Ideale von Mädchen. Es ist Schade,daß die feurigen Mädchen nicht von den schönen Jünglingenschreiben dürfen, wie sie wohl könnten, wenn es erlaubt wäre.So ist die männliche Schönheit noch nicht von denjenigen Hän-den gezeichnet, die sie allein recht mit Feuer zeichnen könnten.Es ist wahrscheinlich, daß das Geistige, was ein paar bezauberte