Druckschrift 
5 (1844)
Entstehung
Seite
370
Einzelbild herunterladen
 

370

anwenden will, so wird man seinen Zweck sicherer und schnel-ler erreichen, wenn man den in verschlossenen blecherncn Büch-sen verwahrten Salzen, und selbst dem Wasser im Eimer, vor-her durch ein gleiches Verfahren einen hohen Grad von Kälteund Kühle mittheilt, ehe man den Prozeß anfängt. Nurhat man allemal vorzüglich darauf zu sehen, daß die Salzevollkommen trocken, sehr sein pulverisirt und gut durch ein-ander gemischt seien; feuchte Salze taugen gar nicht, weilsich bei ihnen der Prozeß schon angefangen hat, und gröblichgestoßene schmelzen nicht geschwind genug. Was dieses Ver-fahren wohlfeiler macht, als alle übrige, ist der Umstand, daßman die Ingredienzen immer wieder gebrauchen kann, mandarf nur das Wasser in den Gefäßen wieder abrauchen lassen,und dazu findet sich ja bei der Armuth, wo das Küchenfeuermit vestalischer Sorgfalt gehütet wird, immer Zeit und Ge-legenheit, trocknet und pulverisirt sie wieder, da sie dann vonneuen gebraucht werden können. Ich habe gesagt, man solleden Cvnfecl in blechernen Gefäßen bereiten; diese haben nichtbloß in medicinischer, sondern auch in physischer Rücksicht einenBorzug vor den bleiernen, d. i., die bleiernen sind nicht alleinder Gesundheit und dem Wohlgeschmack nachtheilig, zumalwenn vegetabilische Säuren mit in den Confect kommen soll-ten, sondern Blei leitet auch die Wärme unter allen Metal-len am schlechtesten, wozu noch kommt, daß das Blei wegenseiner Biegsamkeit immer verhältnismäßig sehr dick genom-men werden muß, welches ebenfalls den Übergang der Wärme