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bald darauf nach Göttingen kam, fing ich doch wieder an zusorgen, denn die Augenkranken find gar vorsichtige Menschen,und'fragte unsern jetzigen Hrn. Leibarzt Richter'). Hier er-hielt ich dieselbe herzliche Versicherung mit denselben Mitteln,und seit der Seit hat das Übel, das doch schon zu dem Gradeangewachsen war, daß es die Hornhaut durch Andruck etwasverstellte, und ich wirklich mit diesem Auge doppelt sah, nichtallein nicht zugenommen, sondern ist so völlig verschwunden,daß ich noch kaum im Bergrößerungsspiegel die Spur davonfinde. Dieses zeigt, wie man die Augenärzte wählen müsse,deutlich. Die Regel gilt auch bei der Wahl der Ärzte überhaupt.— Ehe ich nun zu den Hülfsmitteln schreite, die das Gesichtvon Gläsern hoffen kann, und der dabei nöthigen Vorsicht, soschreibe ich Hrn. Adams, einem erfahrnen, vorsichtigen Manne,ein äußeres Mittel nach, das allemal ohne Schaden, und oftmit Vortheil gebraucht worden ist, wo sich eine Schwäche derAugen früher, als man vom Alter des Patienten erwarten sollte,einstellt, und wovon auch sonst keine in die Augen fallende Ur-sache vorhanden ist: Zu einem halben Quartier Branntweinthut man zwei Unzen Nosmarinblätter in eine schwarze Flasche,und schüttelt Alles drei Tage hinter einander etliche Mal desTages durcheinander, läßt es drei Tage stehen, und seiht esalsdann durch. Von dem Klaren dieses Aufgusses mischt man
' ') Aug. Gottlob Richter, geb. zu Zvrbig in Sachsen1742, gest. in Göttingen 1812.