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Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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243
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Apostel-Geschichte 27 . 243

schon vorüber war, so ermahnte sie

Paulus, " 2. Kor. tl. 25 ..

10. Und sprach: Ihr Männer!ich sehe voraus, die Fahrt wirdnun mit Ungemach und mit gro-ßem Verlust nicht nur der Ladung^ und des Fahrzeugs, sondern auch! unsers Lebens verbunden scyn.

i i. DcrHanptmann aber glaubtedein Stcuermanne und demScistffs-herrn mehr, als dem, was Pau-lus sagte.

12. Da nun überdies der Hafenzum Ucberwintern nicht wohlgele-gen war, so hielten die meisten fürrathsam, von da weiter zu fahren,um wo möglich Phönice, den Ha-fen von Kreta, der gegen Süd-lind Nordwest liegt, zu erreichen,und daselbst zu überwintern.

13 . Da nun der Südwind weh-.te, glaubten sie, ihr Vorhaben er-reichen zu können, lichteten dieAnker, und fuhren nahe an derKüste von Kreta hin.

14 . Es währte aber nicht lange,so erhob sich gegen die Znsel einSturm, der Nordostwind genannt.

15 . Da nun das Schiff fortge-rissen ward, und man dem Windenicht mehr entgegen arbeiten konn-te, so überließen wir das Schiffdem Winde, und wurden fortge-trieben.

16. Wir kamen an eine kleineInsel, die Klaude heißt, wo wirkaum des Bootes mächtig werdenkonnten.

17 . Da sie es endlich heraufge-zogen hatten, wandten sie alle Mit-tel an, und unterbanden das Schiff.Und weil sie fürchteten, sie möch-ten auf eine Sandbank stoßen, lie-ßen sie die Segel herab, und fuh-ren so hin.

18 . Da wir aber gewaltig vom

Sturme hin und her getrieben wur-den, warfen sie am folgenden Tageeinen Theil der Ladung über Bord;

ly. Und am dritten Tage war-fen wir mit eigenen Händen sogardas Schiffgeräthe hinaus.

20. Da nun mehrere Tage hin-durch weder Sonne, noch Sterneschienen, und der heftige Sturm an-hielt, so war schon alle Hoffnungunserer Rettung verschwunden.

21. Und daman schon lange kei-ne Nahrung zu sich genommen hat-te, so trat Paulus mitten unterstehin, und sprach: Man hätte frey-lich, ihr Männer! mir folgen, undnicht von Kreta abfahren sollen,um dieses Ungemach und diesenVerlust zu ersparen.

22. Nun aber ermahne ich euch,gutes Muthes zu seyn; denn keineSeele von euch soll verloren gehen,sondern nur das Schiff.

23 . Denn dieseNacht erschien mirein Engel des Gottes, dem ich an-gehöre und diene, i. Mos. i6,7.

24 . Der sprach: Fürchte dichnicht, Paulus! du sollst vor demKaiser erscheinen; und sieh! Gotthat dir alle geschenkt, die mit dirschiffen. K. 2Z, li.

25 . Darum seyd gutes Muthes,ihr Männer! denn ich vertraueGott, es wird geschehen, wie mirgesagt worden.

26. Wir muffen aber an eineZnsel getrieben werden. «. 2«, i.

27 . Als nun die vierzehnte Nachtangebrochen war, da wir im adria-tischen Meere Herumgetrieben wur-den , meynten die Schiffleute umMitternacht, einem Lande nahe zukommen.

28 . Sie warfen also das Senk-bley ans, und fanden zwanzigKlafter Tiefe, und in einiger Ent-

16* sernung