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Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
Entstehung
Seite
210
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ritt Apostel-Geschichte 9. 10.

sie ihn in das Obergemach. Da stell-ten sich alle Wittwen weinend umihn her, und zeigten ihm Röcke undKleider, die DvrkaS gemacht hatte,sals sie noch bey ihnen warI

40 . Petrus aber hieß alle hinaus-gehen, und kniete nieder und bethete.Dann wandte er sich zur Leiche undsprach : Tabitha, steh auf! Da öff-nete sie ihre Augen, und als siedenPetrus erblickte, setzte sie sich in die

Höhe. Mark. 5, 41 . Luk. 7 , 14 .

41 . Er reichte ihr die Hand, undhalf ihr auf. Nun rief er die Hei-ligen und Wittwen, und stellte sieihnen lebendig dar.

42 . Dies wurde kund in ganzZoppe, und viele glaubten an denHerrn. 2 °h. s, ro. 10, 4 r.

4 Z. Petrus hielt sich dann nochlängere Zeit in Joppe auf, bey Si-mon, einem Gerber. K. w, s.

Das io. Kapitel.

Kornelius und sein Haus wird von Petrusgetauft.

1 . ^u Eäsarea war ein Mannmit Namen Kornelius, Haupt-mann der sogenannten italienischenSchaar. Matth. 5.

2. Er war fromm und gottes-fürchtig mit seinem ganzen Hanse,

ab viel Almosen dem Volke, undethete zu Gott ohne Unterlaß.

Dan. 4, 24.

3 . Dieser sah, um die neunteStunde des Tages, in einem Ge-sichte ganz deutlich einen Enge!Gottes zu ihm kommen, der zu ihmsprach: Kornelius!

4. Er aber erschrak, da er ihnerblickte, und sprach: Was ists,Herr! Er sprach zu ihm: DeineGebethe und deine Almosen sind em-porgestiegen zumAndenken vorGott.

5. Und nun sende Männer nach

Joppe, und laß Simon holen, derauch Petrus genannt wird.

6. Er herberget bei einem gewis-sen Simon, einem Gerber, 'deffeu>Hans am Meere liegt. Dieser wirddir sagen, was du thun sollst.

7 . Als nun der Engel, derz»ihm geredet, weggegangen war, rieser zwey seiner Knechte und einengottesfürchtigen Soldaten, von de-nen, die ihm aufwarteten.

8. Diesen erzählte er alles, undsandte sie nach Joppe.

9. Des andern Tages, als sie aus ^

dem Wege waren, und sich dcrStadt -näherten, da stieg PetrnS auf das'Dach, um zu bethen, um die sechste,Stunde. 1

10. Er war aber hungrig undwollte essen. Während sie nun zurich-tetcn, überfiel ihn eine Entzückung. 1

11. Er sah den Himmel offen, und jein Gefäß Herabkommen,wie ein gre-ßes Tuch, das, an den vier Endengebunden, vom Himmel aufdie Erdeherab gelassen wurde.

12. In demselben waren allerlei!vierfiißige, und wilde und kriechendeLandthiere, undBögel desHimmelS.

13. Und es sprach eine Stimmezu ihm: Steh auf, Petrus, schlach- !te und iß!

14. Petrus erwiederte: Neindoch, 0 Herr! denn noch nie habeich etwas Verbotenes oder Unrei-nes gegessen, s«. 4, i 4 .

15. Und die Stimme sprach zuinzweytenmale zu ihm: Was Gottgerciniget hat, sollst du nicht unreinnennen. M<mh. is, n.

16. Dies geschah nun dreymal,und sogleich wurde das Tuch wie-der emporgehoben in den Himmel, s

17 . Als nun Petrus bey sich selbstin Zweifel stand, was doch dies Ge-sicht, das er gesehen hatte, bedeutet