Johannes 12. i?S
6 . Das sagte er aber nicht, alshätte er sich um die Armen be-kümmert; sondern weil er ein Diebwar, und den Beutel führte, unddas, was eingelegt ward, nachtrug.
7. Da sprach Jesus: Lasset siedies für den Tag meiner Begräbnißverwenden.
8. Denn die Armen habt ihrallezeit bey euch; mich aber habtihr nicht allezeit. Mt. 26, i«.
y. Aa nun eine große MengeJuden erfuhr, daß Er da sey, ka-men sie nicht allein um Jesu willen,sondern auch um den Lazarus zusehen, welchen Er von den Todtenauferweckt hatte. «. il, »z.
10. Darum faßten die Hohen-priester den Entschluß, auch denLazarus zu tödten,
11. Weil so viele Juden um sei-netwillen hingingen und an Iesumglaubten.
12. Als des andern Tages dieVolksmenge, die zum Feste gekom-men war, hörte, daß Jesus nachJerusalem käme ; M««h. 21, s.
13. Nahmen sie Palmzweige,gingen hinaus Ihm entgegen, undriefen: Hosianna! gelobt sey, derda kommt, im Namen des Herrn!der König Israels! ein. lg, sr.
14 . Jesus aber fand einen jun-gen Esel, und setzte sich darauf,wie geschrieben steht: Sach, g, g.
15 . „Fürchte dich nicht, Toch-ter Sion! sieh, dein König kommt,sitzend auf einem Esels-Fullen."
16. Dies verstanden seine Jün-ger anfangs nicht; als aber Jesusverherrlichet war, da dachten siedaran, daß dies von Ihm geschrie-ben stehe, und daß sie Ihm diesgethan hätten.
17. Das Volk aber, da» Ihn
begleitete, bezeugte es öffentlich,daß Er Lazarus aus dem Grabe ge-rufen , und von den Todten aufer-weckt habe.
18. Darum ging Ihm auch da»Volk entgegen, weil es gehört hat-te, daß Er dieses Zeichen gethanhätte.
19. Die Pharisäer sprachen un-ter einander: Da seht ihr's, daßwir nichts ausrichten; sieh! all»Welt läuft Ihm nach!
20. Es waren aber auch einigeHeiden unter denen, die fnach Je-rusalems hinauf gekommen waren,um am Feste anzubethen.
21. Diese traten zu Philippus,der von Bethsaida aus Galiläa war,bathen ihn und sprachen: Herr!wir möchten gerne Iesum sehen.
Luk. lg, r.
22. Philippus kam und sagte esAndreas, und Andreas und Philip-pus sagten es Jesu.
23 . Jesus aber antwortete ihnenund sprach: Die Stunde ist gekom-men, daß der Menschen-Sohn ver-herrlichet werde. K. > 7 ,1.
24 . Wahrlich, wahrlich! ich sageeuch: wenn das Weitzenkorn nichtin die Erde fällt, und erstirbt, sobleibt es allein; wenn es aber er-stirbt, so bringt es viele Frucht.
t. Kor. 15,
25 . Wer sein Leben lieb hat,der wird es verlieren; und wersein Leben haßt in dieser Welt,der wird es zum ewigen Lebenerhalten. Luk. t 7 , r;.
26. Wer mir dienen will, derfolge mir nach, und wo ich bin, dasoll mein Diener auch seyn. Wennmir jemand dient, so wird mein Va-ter ihn ehren, s. i», r.
27 . Jetzt ist meine Seele bettübt.Und was soll ich sagen? Vater! hilf
mir