§. 1. Vormahlige Meinungen von dem, was Feuer-kugeln wären.
Ehe man wußte, oder vielmehr, ehe man wissen wollte, daßFeuerkugeln nichts anderes sind, als brennende Körper, welchebey ihrem Niedcrfallen uns Stein - »der Eisenmassen, und mit-unter auch andere Substanzen geben; machte man sich sonder-bare Vorstellungen von dem, was Feuerkugeln wohl eigentlichseyn möchten. Manche Naturforscher haben sie aus Nordlicht-Materie oder Zodiakallicht-Materie entstehen lassen; manche ha-ben sie als einen Uebergang der elektrischen Materie aus einerdamit überhäuften Gegend der Atmosphäre in eine andere, diederen weniger enthielte, angesehen; Andere haben sie aus schlei-migen oder öhligen Dünsten zu erklären gesucht, die von untenaufgestiegen seyn, und sich in der obern Luft angehäuft habensollen; Andere haben sie für Entzündungen einer langen Streckevon brennbarer Luft gehalten. Jetzt, da man es besser weiß,oder wenn man nicht recht absichtlich der Wahrheit widerstrebenwill, es besser wissen kann, würde es ganz überflüssig seyn,wenn ich , um die Unrichtigkeit dieser veralteten Vorstellungsar-ren zu zeigen, die vielen in meiner Schrift: lieber den Ur-sprung der von Pallas entdeckten Eisen in affeu. s. w. §. 4, vorgetragenen Gründe wiederhohlen wollte; wemes interessirt, oder wer etwa noch einer solchen Meinung ge-neigt seyn sollte, kann sie dort Nachsehen. Manche Naturfor-scher, wie z. B. Reimarus (vomBlitze, Hamburg 1778,S. 568 ), und LeR 0 y (in den Nemvire» 6e 1 '^vsä. ä«kar,8 »771, S. 688), und noch manche Andere haben geäußert,daß sich (nach damahligen Begriffen) keine bestimmte Erklärungdavon geben lasse, welches immer besser war, als eine derNa-rur nicht gemäße Erklärung. Indessen sind doch einige emsichts-Vvlle Astronomen und andere Naturforscher, ohne noch etwas