Druckschrift 
Ueber Feuer-Meteore, und über die mit denselben herabgefallenen Massen
Entstehung
Seite
361
Einzelbild herunterladen
 

36 r

auch hernach nach der Pariser Ausgabe an, weil diese auch inder Venezianischen am Rande bcmerkr sind, und zum Aufsuchendienen.) t^roouxiu8 cko bello 6al!ioo, liti. 1l. , csp. 4,und Marcellinus Comes, haben es dem Vesuv zugeschrie-ben, welcher doch seine Asche, die auch von ganz anderer Be-schaffenheit ist, eben so wenig noch heiß nach Constantinopelgeschickt haben kann, als er von dem ihm ebenfalls von Einigenzugeschriebenen Staubnielerfalle im Archipelagus und in Syrienam b. December kann du Ursache gewesen seyn. Das auffal-lendste Gegenstück zu dieflr Begebenheit ist unstreitig der auchmit einer Feuererscheinunz verbunden gewesene Niederschlag vonschwarzem Staube Key der Mündung des Lorenzflusses am 3 . und4 - Julius »814, von welycm hernach weiter die Rede seyn wird,und man sieht aus dieser llebereinkunft, daß in die Erzählun-gen nichts Fabelhaftes einzemengt ist.

Im i r"» Jahre der Ryierung bes Kaisers Consta ns H.,

also nach neuern chronologischen Bestimmungen ungefähr iinJahre 65 s e), ist wiede' in der Gegend von C 0 nstantin 0-p e l Staub wie Regen gefallen, wodurch viel Schrecken beyallem Volke ist verbreite: worden. 'INeoxlisnis Okrvnoßra-

c) Wenn in der Chronik von Cal 0 nius Ghönncjr (oder N i-colaus Höninger) bey dein Jahre 648, und in der Chro-nik: De gekvele >VooreIi1, «ioae <5. kl« Vi-iei-, 2 . 6 ° Deel,p. 258, unter dem Jahre 650 gesagt wird, sey zu Constanti-nopel ein Stein, wie ein feuriger Ambos gefallen, in letztererChronik mit dem Zusatze, man habe auch einen feurigen Drachenfliegen gesehen, so könnte dieses vielleicht mir dem Meteore,welches den hier erwähnten Staubregen gegeben hat, identischgewesen seyn, eben so wie am 14 . Mär; 1815 bey einem Staub-niedersallc auch Steine herabgefallen sind. Ich habe nicht er-forschen können, aus welcher frühem Quelle die spätem Chro-nikenschreiber Höninger und DeVries die Nachricht vondieser schon im Verzeichnisse der Meteorstcinfälle 'als problema-tisch von mir erwähnten Begebenheit mögen hergenommen haben,da ich in den byzantinischen Schriftstellern nichts davon sindenkann. Die verschiedenen Angaben der Jahre 648, 650 und 652 ,würden bey der in der damahligen Zeit berrschenden Ungewißheit'in der Chronologie kein Linwurf gegen die Identität dieser Ereig-nisse seyn können.