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Uebcr die Beschaffenheit der Niederfalle staubartiger oder wei-cher Materien im Allgemeinen, und über das, wofür sie zuhaken sind, ist schon in der zweyten Abt Heilung, §.20,das Nöthige gesagt worden; es ist also hier nur die Absicht,mehrere Beyspiele, besonders manche der auffallendsten und lehr-reichsten als Belege hierzu anzuführen. Es versteht sich vonselbst, daß alle Ereignisse abzusondern sind, wo eine staubarcigeSubstanz durch den Wind herbeygeführt, oder von einem Vul-kan auSgeworfen seyn kann, oder wo gefärbte herabgefalleneTropfen von Jnscctenauswürfen herrühren können. Viele inaltern Schriftstellern gar zu unvollkommen erwähnten Ereig-nisse, bey denen man nicht wissen kann, was sich etwa Fabel-haftes könnte eingemengt haben, z. B. wenn Julius Obse-quens, der unter die leichtgläubigsten Schriftsteller gehört,sagt: terrg, creta, kuto, ssn^uiiis xluit, lasse ich absicht-lich weg, weil genug neuere und besser beobachtete Ereignissedieser Art vorhanden sind; ich fange also das hier zu gebendeVerzeichniß lieber mit einer recht auffallenden Begebenheit an,deren Erzählung wegen der Uebereinkunft mit ganz neuern Ereig-nissen derselben Art Glauben verdient.
Im ,7"» Jahre der Regierung des Kaiser Leo Thrar,in der roten Induktion, und unter dem Consulate von Marcia-nus und Festus, also nach Playfair, Sethus Cal-visius und andern Chronologen, ungefähr im Jahre 472 (undnicht in einem von den Jahren unserer Zeitrechnung, welchevon den in Hinsicht auf Chronologie von einander sehr abwei-chenden und sehr unordentlich zu Werke gehenden byzantinischenGeschichtschreibern angegeben worden sind), den b. November(nach Andern den 5 . oder n. November) erschien um die Mit-tagszeit ein schwarzes Gewölk, welches hernach eine brennendeGestalt annahm, so daß man glaubte, es werde alles verbren-nen. Hierauf fiel bis um die Mirtcrnachtszeit schwarzer Staub,welcher dein Kaminruß ähnlich war, und übel roch, in großerMenge nieder, so daß er hernach auf den Fächern und aut der