I. Theil. I. Capitc-1.
lös
1) Um bei der so schnellen Bewegung fallenderKörper, die Zeit genau und bei verschiedenen Fall-höhen abmessen zu können, bedient man sich zusolchen Versuchen zweckmässiger einer Maschine,die ihrer Einrichtung zufolge die Schnelligkeit desFalles im Ganzen genommen um etwas vermindert,ohne jedoch das Verliältnifs der beschleunigten Bewe-gung in den nach einander folgenden Zeiträumen zuverändern. An einem Faden, der über ein am Um-fange ausgekehltes senkrecht laufendes Rädchen gezo-gen ist (oder zwei genau in einer Ebene laufendeRädchen), hängen zwei Gewichte A und B das lezterekleinere stehe auf dem Boden am Ende einer senk-rechten Scale; das grössere A hänge oben am Anfangdieser Scale, und beide Gewichte seyen von untendurch einen eben so langen Faden verbunden (vonwelchem an der einen Seite so viel mit dem steigen-den Gewichte hinauf als an dem oben an der ande-ren Seite mit dem fällenden hinabgeht), damit dererstere Faden nicht auf der Seite des sinkenden Ge-wichts das Gewicht vermehre. Läfst man das GewichtB los, so sinkt A, indem B steigt. Das Bestreben bei-der Gewichte zu fallen (ihre Schwere) heise g, dieDifferenz A B heise m, so ist die Bewegungsgrösse desfallenden Gewichts m g, da B g, eine ihm gleiche Quan-tität in Ag aufhebt, fliemit hat es aber nicht nur seineignes A, sondern auch B zu treiben. Die ganze zutreibende Masse A + B heise M, und die Geschwindig-keit der Bewegung sey x, so mufs Mx = mg, mit-hin x = werden, indem M : m = g : x d. li. so
viel kleiner die eigentliche bewegende Masse mi st > gegen die ganze bewegte M, so viel kleiner