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Ueber die merkwürdigen Quellen-Verhältnisse des westlichen Abhanges des Teutoburger Waldes
Entstehung
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liehen der Haar bildet, hisst zwischen sich und dem Oua-dersandstein eine Thahmdde, in welcher ein grosserTlieil der Wasser des letztem zu Tage kommt. Sofand ich oberhalb jLllenbecken, zwischen Driburg undPaderborn, eine aus Quadersandstein entspringende, 6°,4Rwarme, süsse Quelle, welche so viel Wasser liefert, dasssie kurz nach ihrem Ursprünge schon das Aufscldage-wasser fiir einen Kisenhohofen liefert. Ein.e andere süsseQuelle im Orte selbst, von sparsamem Abfluss, w’ar nur5°,9 warm. Zu diesem Wasser treten in einem engenRaume bald mehrere süsse Quellen und bilden in eilten-hecken, das kaum Stunde von jener ersten Quelle ent-fernt liegt, die Becke, einein ansehnlichen Bach, dermehrere Mühlen und Eisenhüttenwerke treibt. Unterhalbdes Eisenhammers unter ylllenbecken, der Oberförstereigegenüber, trifft man dicht am Bachbette in dem Krei-degebirge Spalten und Klüfte an, in welche man mit ge-ringer Mühe den grössten Theil des Baches leiten kann,und in welche er, wenn er sehr angeschwollen ist, gröss-tenlheils von selbst ablliesst. Ich habe diese Ableitungin meiner Gegenwart bewirken, und klein geschnittenesStroh einstreuen lassen, um w'o möglich den Ausgangdieses unterirdischen Wasserlaufes am Busse des Kreide-gebirges wahrzunehmen. Ich hörte nämlich von mehre-ren der dortigen Einwohner, dass sich dieser unterirdi-sche Wasserlauf bei Lippspringe, welches 2 StundenWeges davon abliegt, in den Quellen des Jordan's mün-de. Nach d eren Aussage soll schon früher klein ge-schnittenes Stroh an der bezeichneten Stelle eingestreuetworden seyn, welches an den Quellen des Jordan's zumVorschein kam, ja sogar eine Ente soll einmal diesemunterirdischen Wasserlaufe gefolgt seyn. Ich konnte je-doch weder in den Quellen des Jordan's, noch in denender TJppe etwas von dem eingestreuten Strohe bemerken,obgleich ich meine Reise dahin ohne Aufenthalt fortsetzte,und an diesen beiden Stellen mehrere Stunden lang beo-bachtet wurde.

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