Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
872
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S73

III. Theil. XL Capitel.

zu derjenigen in diesem, wie 63 : 3 = 21 : 1 .Dieses Verhältmfs specifisch verschiedener Kör-per hei gleichen Massen ungleiche Wärmemen-gen zu erfordern, um gleiche Temperaturgradezu erreichen, nennt man die Capacität derKörper für Wärme; und derjenige von zweiKörpern hat die gröfste Capacität für die Wär-me, der durch Mittheilung gleicher Wärmemen-gen, die eeringste Temperaturänderung erfährt.

1) Unter dem Ausdrucke Menge der freienWärme versteht man das Product aus dem Wärme-grade eines Körpers in seine Masse; und durch Ca-pacität bezeichnet man das grössere oder geringereVermögen eines Körpers Wärme gebunden zu hal-ten, welches in dem Maase statt findet, als die Kör-per flüssig sind (vergl. oben S, 865) hingegen umso mehr geschwächt wird, je fester die Körper wer-den- Hingegen nennt man die (nicht absolut zubestimmende) Wärmemenge, welche jeder eigen-tümliche Stoff (bei bestimmter Masse) nöthig hat,tün dadurch eine bestimmte Temperatur zu erreichen,seine specifische (comparative oder eigen-thümliche) Wanne (Calor specificus). Aus demobigen folgt, dals sich die specifischen Wär-men zweier Stoffe bei gleichen Massen undTemperaturen umgekehrt verhalten, wiedie Temperaturunterschiede, die sie durch,gleiche Wärmemengen erhalten; und nimmtinan nun z. B. die für das Wasser zur Hervorbrin-gung einer bestimmten Anzahl von Thermometergra.den erforderliche Wärmemenge als zu vergleichendeEinheit an, oder setzt sie 1, so kann man durch