III. Theii.
X. Capitel.
öl}2
einander verschieden, so wird der aus dem nichtbrennbaren dichterem Mittel (z. B. Wasser) in das mehrbrennbare dünnere Mittel (z. B. Terpentinöl, Leinöl)gehende Slral, nach dem Perpendikel zu gebrochen;während er davon abgelenkt worden wäre, wennbeide Medien gleichen Brennbarkeitswerth gehabt hät-ten; vergl. oben.
g) Taf. IlL Fig. 38 stelle im finsteren Zimmer eingläsernes Prisma FDH dar, auf dessen Seite FII,durch ein in E sich befindendes Loch, ein Stralency-linder fast senkrecht einfällt, so werden die paral-lelen Stralen in das Glas ungebrochen aber sehr schiefauf die Grenzfläche DH fortgeben. liier sollten nundie Stralen beim bevorstehenden Ubbergange in diedünnere Luft vom Einfallslothe abgelenkt werden; daaber der Sinus des Brechungswinkels grös-ser werden m ü f s te , als der Sinus totus ist(ein unmöglicher Fall), so erfolgt gar keineBrechung, sondern diese verwandelt sichin Z u rücks tr a 1 u 11 g , und die aus E nach C ge-ilenden Stralen, werden den Gesetzen der Reflexiongemäi’s gegen F nach A zuriickgeworfen, wo sie fastungebrochen in die Luft zuriickgelien. — Llieher ge-hört die Luftspiegelung, wo sich nebst einementfernten Gegenstände zugleich ein Bild desselbenin der Luft zeigt. Der Hauptgrund dieses Phänomensist in der manchmal sehr verschiedenen Dichtigkeitder einzelnen Luftschichten zu suchen. Ist die Luftin der Nähe der Erdoberfläche durch Localursachen,z. B. örtliche Wärme sehr verdünnt,' während in ei-niger Entfernung darüber oder zur Seite dichtere Luft-schichten sclnveben, so erscheint das Luftbild des Ge-genstandes unter oder zur Seite des Gegenstandes;