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III. Theil. X. Capitel,
übergehen, sie von ihrer vorigen Rich-tung abgelenkt werden. Man nennt dieseAblenkung des Lichtes von seiner geradlinigtenRichtung die Brechung desselben (Refracliolucis )
1) Rücksichtlich der Brechung durch die verschie-dene Dichtigkeit und Cohärenz der Medien,gilt folgendes aus der Erfahrung geschöpfte Gesetz:Geht der schieflinigte Lichtstral aus einemdünneren und minder cohärenten Mediumin ein dichteres und cohärenteres über, sowird er an des lezteren Oberfläche demEinfallslothe zu gekehrt; kommt er aus ei-nem dichteren und coh iirenteren Mittel,um in ein dünneres und minder cohären-tesiiberzugehen, so wird er vom Einfalls-lothe ab ge len kt. Zwischen beiden Brechungengiebt die ursprüngliche schiefe Richtung des Strals,die mittlere Linie. Senkrecht einfallende Stra-len gehen ungebrochen durch; und je wenigerder schiefe Stral von der senkrechten Richtung ab.weicht, um so weniger würd er gebrochen.
2) Es sey c (Taf III. Fig, 29) der Mittelpunct derErde; o ein Beobachter auf ihrer Oberfläche; HZRein Theil unserer Erdatmosphäre, und S ein Stern,ausser der Atmosphäre, der einen Stral nach v wirft.Der Stral passirt zuförderst das dünnere Mediumdes Aethers, kommt aber späterhin zur Grenze derdichteren Erdatmosphäre, und wird nun hier sogebrochen, dafs er anstatt nach v, nach o fortgepflanztwird, und hier ins Auge des Beobachters gelangt,welches daher (S. 027 ff.) den Stern in t zu erblicken