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2 (1810)
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III. Theii. X. Capitel.

hoch über dem. Horizonte stehenden Mondes,etc.

8) Länge, Breite und (bei schiefer Stellung des Körpers)auch die Dicke, sehen wir unter verschiedenen Sehwin-keln, und schliessen hieraus, vereint mit dem aus der ver-schiedenen Deutlichkeit und Beleuchtung der Theile her-genommenen Uriheile, auf die Gestalt des Körpers.Eben so schliessen wir auch auf den Ort der sichtba-ren Puncte des Körpers (und so mit auf den des Kör-pers selbst) indem wir die Entfernung des Körpersvon anderen Körpern oder von uns selbst, unter ge-wissen Sehwinkeln sehen; erhalten dadurch aber nurden scheinbaren Ort, und sind sowohl hiebei alsbei Bestimmung der Gestalt des Körpers, häufig opti-schen Täuschungen unterworfen. Ist z. B. die geradeLinie zwischen zwei sehr weit von einander entfern-ten Gegenständen, schief gegen die Augenaxe gerich-tet , so scheinen die Gegenstände sehr nahe bei ein-ander zu stehen. Die scheinbar nebeneinander gelager-ten Fixsterne der einzelnen Sternbilder, der Milchstrasseetc. vergl. 227. 250 ff. Ueber Parallelaxe vergl. 257-

9) Gesetzt es sehen mehrere Personen durch einekleine Oeffnung auf verschiedene Gegenstände,so ist klar, dafs die Lichtstralen der grossen Mengevon Gegenständen, ohne sich zu stören, durchdie kleine Oeffnung passiren müssen, indem jedesAuge jene Gegenstände deutlich sieht. Eben so erhältdas Auge gleichzeitig gefärbte und farbenlose Stra-len aller Art, ohne dafs diese sich gegenseitig beimEintritt ins Auge modificirten. Es verhält sich hieniit,fast wie mit dem gleichzeitigen Hören verschiede-ner Töne und Schalle. Das Licht verbreitet sichim Raume, ohne ihn zu erfüllen; vergl. S. 85 -