Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
764
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III. Theil. X. Capitel.

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das Ouadrat der Entfernung vom leuch-tenden lhincte zuni m m t.

1) Nicht der ganze leuchtende oder beleuchteteKörper ist uns sichtbar, sondern nur der uns zuge-wpndete Theil seiner Oberfläche, welcher Liclitstra-len (gedachte dünne Lichtcylinder ) in unser Augegelangen läfst, und hier die unmittelbare Er-scheinung des Seil gegenständes (Objectum vi-sionis) gewährt, aus deren Beschaffenheit und Grössewir auf die wirkliche Beschaffenheit und Grössedes Körpers schliessen. Jene unmittelbare Er-scheinung als Gesainmteindruck der verschiedenenLichtpuncte in dein Auge, nennen wir ein Bild,und sprechen von dem Bilde eines Gegenstan-des, wenn Lichtstralen in gleicher Ordnung ins Augegelangen, als ob sie vom Gegenstände selbst kämen.Alle Bilder werden von der Netzhaut dargestellt, und lie-gen in einer Fläche, woraus folgt, dafs unsere Fä-higkeit, die Nähe oder Ferne und die übrige I.age derObjecte gleich beim Sehen zu bestimmen, erst durchErfahrung (mit Hülfe des Tastens und unserer eigenenBewegung zu den gesehenen Gegenständen) erworbenwird. Daher erscheint plötzlich sehendgewordenen undKindern anfänglich alles in gleicher Nähe oder Ferne.

2) Die von einem sichtbaren Puncte ausgehendenLichtstralen, müssen auf eine Ebene oder in dieSehe unseres Auges fallend, dem obigen zufolge ei-nen Stralenkegel bilden, dessen Spitze der sicht-bare Punct und dessen Grundfläche die Ebene oderSehe ist. Ohnerachtet nun das Bild sichtbarer Ge-genstände im Auge gemacht wird, setzen wir den-noch die Gegenstände selbst ausser uns, empfinden