j 5 G III. Theil. X. Capiiel.
B) Von der Erregung und Fortpflanzung des Lichtes.
§. 146.
Alle des Selbstleuchtens fähige Materien ent-wickeln ihr Licht nur dann, w enn sie von aus-sen auf irgend eine Weise dazu bestimmt wer-den , und der Erfahrung gemäfs lassen sich diesebestimmenden Verhältnisse auf folgende Haupt-bedingungen zurückführen: 1) Erhitzung, c)
heftige Reibung, Druck oder Stofs, i?)Entwickelung und Ausgleichung derF.lectricitäten, 4) heftige chemischeDurchdringung, ;i) schon vorhandenesLicht, in sofern es auf mehr oder weni-ger ungefärbte Körper fällt: 6) organi-sche Thätißkeit besonders des Autres,Selten oder nie ist in leuchtenden Körpern nureine dieser Bedingungen für sich gegeben, son-dern es kommen vielmehr deren stets mehrerezugleich vor, und greiffen oftmals so in einan-der ein, dafs es schwer hält sie von einanderzu unterscheiden, oder den Antheil der einenoder anderen ohnfehlbar festzusetzen.
1) Jeder bis zu einem bestimmten Temperaturgradeerhitzte Körper wird leuchtend; man nennt diesesLeuchten das Glühen desselben, und unterscheidetdas anfänglich nur im Dunkeln bemerkbare, verschie-dene Nüancen durchlaufende II o t h g 1 ü h e n, als dengeringsten Grad, und das Weifsglühen (647) alsden höchsten Grad. Wedgwoods ßeob. zufolge (Phi-