Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
673
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Von d. cliem. Processe u. unterwerft), Stoffen, GjS

Stoff. Leitet man oxygenirt salzsaures Gas durchAlkohol, so wird dieser in Wasser, in ein flüchtigesOel (dem Pfeffermiinzöl ähnlich riechend), in eineleicht verkohlende Substanz und Essigsäure umge-ändert. Tröpfelt man absoluten Alkohol auf eis ar-tige (anE reiche?) Schwefelsäure, so erhitzt sichdas Gemisch ausserordentlich und verbreitet den an-genehmen Geruch des Schwefeläthers.

g) Die verschiedenen Aetlierarten weichen nachdenen zu ihrer Bildung erforderlichen Säuren, inihren besonderen Eigenschaften von einander ab; undlassen sich gewöhnlich schon durch Geruch, Ge-schmack, Farbe, Flüchtigkeit und Dichtigkeit voneinander unterscheiden. Der rectiiicirle Schwefel-äther kocht unter dem entleerten Piecipienten derLuftpumpe, schon bei eo° F. Der Salzäther aufdie Hand getröpfelt geräth ins Kochen, verdampftschnell, und erzeugt dadurch wie alle verdampfendeFluida, Kälte. Gasartiger Aetlierdampf angezündeterregt unter einem offenen, auf und niedergeschobe-nen Glascylinder, gleich dem unter ähnlichen Umge-bungen brennenden Wasserstoffgase, heulende Töne(chemische Harmonika). Alle Aether lösen sichleicht in Alkohol (versiil'ste Säuren, Aetherwein-geist), hingegen unvollkommen im Wasser. Das Fe-derharz, die Harze, Fette, Oele , 'Wachs, den Cam-plter etc. der Extractivstoff, Schleim etc. (aber nichtdas Gummi) sind darin löslich. Phosphor (und voneinigen auch der Schwefel) wird davon aufgenommenund krystallisirt sich daraus öfters in baumartigenGebilden. Einige Metallauflösungen werden durchden Aether zersetzt, so dafs sich theils metalloxyd-hallige Aether bilden, theils die Metalle reducirt