Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
664
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organischen Ganzen gebracht werden, soerfolgen in ihnen, wie es scheint von selbstVeränderungen, welche von Entwickelungen neuerchemischer Qualitäten begleitet und durch in-nere Bewegungen bezeichnet sind, die man (insofern die Organismen gewöhnlich als chemischeGemische betrachtet werden) Selbstentmi-schungen (von selbst erfolgende Zersetzungen)oder mit vorzüglicher Rücksicht auf das Wahr-nehmbare jener inneren Bewegungen G ähr rin-gen nennt. Erfahrung lehrt indefs, dafs dieseGährungen beim Ausschluss des Wassers kei-nesweges ein treten, und ausser einer gewissenTemperatur (die gewöhnlich durch den Gährungs-procefs wächst) auch gewöhnlich noch der Bei-tritt atmosphärischer Luft dazu erfordert wird.D as Wasser spielt dabei eine wichtigere Rolleals man sie ihm gemeinhin zuschreibt, und sehrwahrscheinlich ist es die electrisch-chemischeVertheilung (die Spa n n ung) desselben, wel-che zunächst Gährung gährungsfähiger Stoffeeinleitet; wo * mithin chemische Kräfte denorganischen Bestandeskräften entgegen wirken,und sich leztere mehr oder minder unterordnen;oftmals dadurch (zuvor in ihrer Wirksamkeit be-schränkte) organische Kräfte besonderer Art ( z. B.bei der Erzeugung des Schimmels, der Essig-aale etc. aus gährenden Massen) weckend.