Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
646
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II. Tlieii. VII. Capitel.

C.,6

lieh wieder luftdicht verschliefst), oder /zweck-mässiger durch Sonnenlicht mit Hülfe eines Brenn-glases , den Phosphor an: er wird mit einemdem Auge unerträglichen Glanze, unter Bildungeines weissen schimmernden Tiauches der end-lich die Flamme umhüllt, verbrennen, und da-durch das Gasvolum stark vermindern. In dem-selben Verhältnifs wie das Gas vermindert wird,steigt das Quecksilber innerhalb der Glocke indie Höhe, und war das Gas vollkommen rein,find lag auf dem Quecksilber die gehörige Mengedes durchs Brennglas entzündeten rhosphors, sofüllt sich die ganze Glocke mit Quecksilber,worauf eine weisse, zeriliefsliche sehr saure Sub-stanz, die durch das Verbrennen erzeugte voll-kommene Pliosphors'aure schwiramt, derenabsolutes Gewicht um soviel mehr als das desPhosphors beträgt, als das verschwmndene Sauer-stoffgas gewogen hatte.

1) Tn atrnospli. Luft verbrennt der Phosphor bei ge-wöhnlicher Temperatur sehr langsam, unter schwachemSchimmer (vorerst zur unvollkommenen Phos-phor säure, die durch mehr angezogenen Sauerstoffnach und nach vollkommen wird): er leuchtet da-rin; in Lebensluft leuchtet (verbrennt) er bei ge-wöhnlicher Temperatur nicht, hingegen sogleich,wenn etwas Stick gas beigemisclit wird, wodurchsich Phospliorstickgas (von einem eigenen unan-genehmen Gerüche) erzeugt, in welcher Verbindungder Phosphor nur in der Lebensluft leuchtet. Ver