Von d. chem. Processe u. unterwerft). Stoffen. G19
sich hineinziehend; jedoch kommt es dabei nichtblofs auf die qualitativen, sondern auch auf die quan-titativen Verhältnisse beider Berührenden an. Wäh-rend sich z. B. ein Tlieil des Kalkes in dem über-stellenden Wasser löste, würde auch zugleich einTheil des Wassers vom Kalke eingesogen und in festeMasse (Krystalleis jedes Kalkstäubchens) verwandelt.So saugen alle vom Krystalleise durch Erwärmung,oder durch warme überliegende Luft etc. zuvor befreiterigide Materien, z. B. gebrandter Gyps, zerfallenesGlaubersalz, Mehl etc. kleine Quantitäten berühren-den Wassers begierig ein, dasselbe in eine mehr oderminder feste und trockne Masse verwandelnd; wobeider übrige Antheil des Wassers so wie das Ganze er-wärmt wird. — Gewöhnlich ist das Volum der durchLösung entstandenen Mischung (Solution) kleiner,als die Summe der Volumina beider Theile vor derLösung; seltner grösserer.
5) Säuren sind gewöhnlich in dem Masse leicht-lörlich im Wasser, als sie reich an Sauerstoff sind;jedoch kommen Ausnahmen vor, z. B. die Salzsäure.Merkwürdiger Farbenwechsel bei der Vermischungrauchender Salpetersäure mit Waster. Die Löslichkeitder Alkalien im Wasser steht mit ihrer Starrheit imumgekehrten Verhältnisse, und scheint ausserdem mitder Fähigkeit in Metalloide verwandelt werden zukönnen, gleichen Schritt zu halten Ueberhaupt istin den meisten Fällen ein fester Stoff (oder ein Ge-misch) um so schwerlösiicher im Wasser, je wenigerWasser er erfordert um zu krystallisiren, d. i. jeschneller er krystallisirt. Z. B. schwefelsaurer Baryt.Auch mit der Leitungsfähigkeit für die Electricität,scheint diese Löslichkeit bei allen denjenigen Genii-