Druckschrift 
2 (1810)
Entstehung
Seite
522
Einzelbild herunterladen
 

II» Theil. VI. Capitel,

r> ' -

unmittelbar unter die Seitenlinie gehen. Sobald sieaus dem Schädel gekommen sind, nähern sie sicheinander, und dringen durch zwei verschiedene Oeff-nungen in den Körper des ersten Wirbels, gehendann an der entgegengesetzten Seite derselben auseiner gemeinschaftlichen Oeffnung wieder heraus, ent-fernen sich hierauf wieder von einander, und gehenunter die Seitenlinien, dann findet man sie zwischenden Bauchmuskeln, und der sich über das electrisi-rende Organ ausbreitenden Aponevrose, sie dringenendlich unter die Haut, wo 12 bis 15 Aeste rechtsund links von dem Nervenstamm entspringen, dieinnere Seite des netzartigen Gewebes durchdringen,und sich in demselben verbreiten.

Bei dem Zitterrochen (Raia Torpedo), findetman den Knorpelfortsatz, der in die Ränder desKopfs einfafst, unterbrochen. Dieser Raum bildetparallel nebeneinander stehende prismatische Röhren,von ö, 5 und 4 Seiten ausgefüllt, die in ihrer Lagedem hervorragenden und ungleichen Rande des Ko-pfes und der Kiemen folgen, und wovon die Grund-flächen an der Maut der Rücken- und Bauchflossenf'estsitzen. Nimmt man die Haut hinweg, so sehendie Grundflächen dieser Röhren wie eine Honigscheibeaus, sie sind mit einer Substanz aus Eiweifs undGallerte angefüllt. Die Textur dieser Röhrchen istsponevrotisch , sie sind untereinander durch ein losesNetz aus, sich in allen Richtungen kreuzenden, Fä-den verbunden, jede ist mit einer aponevrotischenPlatte bedeckt, und nach aussen zu von der Hautumgeben. Alle diese Theile haben sehr dicke Ner-ven , wovon vier Hauptstännne sich zwischen alleRöhren verbreiten, und sich daselbst verlieren. Sie