Und Frauenunschuld, Frauenlieb',Steht noch als höchstes Gut,
Wo deutscher Ahnen Sitte blieb.
Und deutscher JünglingSmuth-Noch trifft den Frevler heil'ger Bann,Der diesen Zauber stört;
Wer für sein Lieb nicht sterben kann,Zst keines Kusses werth-
Auch du hast noch nicht ausgeflammt.Du heil'ge Religion!
Was von der ew gen Liebe stammt.Ist zeitlich nicht entflohn.
Das Blut wäscht die Altäre rein,
Die wir entheiligt sehn-Die Kreuze schlägt man frevelnd ein;Doch bleibt der Glaube stehn.
Und noch regt sich mit Adlers SchwungDer vaterländische Geist,
Und noch lebt die Begeisterung»
Die alle Ketten reißt.