ich einsah, daß es recht sei; wie Vernunft und Gewissen es bil-ligten; wie ich nach Jesu mir geoffenbartem Gotteswillen soll?Oder ward mein Wille nicht durch meine eigene Ueberzcugung,sondern durch unedle Begierden, durch Selbstsucht und Eigen-nutz, durch Launen, Stolz, Empfindlichkeit beherrscht? Habeich noch Fehler an mir, die meines Leibes und Geistes Gesund-heit und Freude schwächen? Fehler, die den Adel meiner Würde,den Adel eines.Gotteskindes bestecken?
Eine Einsamkeit zum ruhigen Nachdenken in stiller Stundewill ich suchen — da, in Prüfungen meiner selbst, da, imRechenschaftablegen vor mir und vem allwissenden Gott übermeine jetzige Denkweise, will ich als ein Weiser dies Jahr be-enden , wenn ich es auch vielleicht oft gleich einem Thoren durch-lebte; da will ich Dir, o mein Vater im Himmel, Gelübdeablegen, daß ich mit dem neuen Jahr einen Wandel beginnein strenger Aufmerksamkeit auf meine Würde, die Du mir,unendlich Liebevoller, verliehen hast! — O gib Kraft durchJesum, Deinen eingebornen Sohn! O hilf, laß wohl ge-lingen! Amen,