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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
485
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ich einsah, daß es recht sei; wie Vernunft und Gewissen es bil-ligten; wie ich nach Jesu mir geoffenbartem Gotteswillen soll?Oder ward mein Wille nicht durch meine eigene Ueberzcugung,sondern durch unedle Begierden, durch Selbstsucht und Eigen-nutz, durch Launen, Stolz, Empfindlichkeit beherrscht? Habeich noch Fehler an mir, die meines Leibes und Geistes Gesund-heit und Freude schwächen? Fehler, die den Adel meiner Würde,den Adel eines.Gotteskindes bestecken?

Eine Einsamkeit zum ruhigen Nachdenken in stiller Stundewill ich suchen da, in Prüfungen meiner selbst, da, imRechenschaftablegen vor mir und vem allwissenden Gott übermeine jetzige Denkweise, will ich als ein Weiser dies Jahr be-enden , wenn ich es auch vielleicht oft gleich einem Thoren durch-lebte; da will ich Dir, o mein Vater im Himmel, Gelübdeablegen, daß ich mit dem neuen Jahr einen Wandel beginnein strenger Aufmerksamkeit auf meine Würde, die Du mir,unendlich Liebevoller, verliehen hast! O gib Kraft durchJesum, Deinen eingebornen Sohn! O hilf, laß wohl ge-lingen! Amen,