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50.
Das Erscheinen Christi im Leben.
1. Joh. 4, g. >
Er kam, der Gottmensch kam,
Und von der Menschheit nahmEr alles Jrrthums Binde,
Er allen Fluch der Sünde.
Was mocht' uns alles Wissen frommen,
Wür' Jesus nicht gekommen?
Sonst sah der Mensch in'S GrabNur hoffnungslos hinab;
Nur Ahnung war vom bessern Leben:
Er hat Gewißheit uns gegeben.
Was macht' uns alles Ahnen frommen,
Wür' Jesus nicht gekommen?
Der Mensch, des Zufalls Spiel,
War ohne höh'reS Ziel,
Das Leben eine traur'ge Bürde:
Er kam und gab uns unsre Würde.
Was macht' uns unser Dasein frommen,
Wür' Jesus nicht gekommen?
hinweg nun alles irdische Kümmern, alle irdischen Sorgen!Ich flüchte mich aus dem Getümmel der unruhigen Welt in denFrieden der Religion. Da finde ich in heiligen Betrachtungenendlich immer die im alltäglichen Lebensgewühl verlorne Heiter-keit wieder. Und diese Heiterkeit erhebt mich noch lange nachherüber das Ungemach des Irdischen, und stärkt mich, daß ichWiderwärtigkeiten mit weisem Muth bekämpfe, oder, wasnicht zu ändern ist, mit weiser Gelassenheit ertrage.
Ich habe ja genug gethan für meine häuslichen und bürger-lichen Verhältnisse. Auch der Geist fordert nun seinen Feiertag!Und es ist sein Feiertag, wenn er sich über das Drückende derirdischen Umstände emporhebt, und mit Andacht den höchstenHeiligtümern der Welt naht.
Hinweg Angst und Furcht um die Zukunft, Schmerz umdie Vergangenheit, kleinliches Sinnen und Sorgen um äußernWohlstand! Wer sich solchen irdischen Bedürfnissen ausschließlichhingibt, nur dahin seine ganze Aufmerksamkeit wendet, sinkt in