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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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So erklären wir uns, warum noch Greise eine heftigeSehnsucht nach den Plätzen ihrer Kinderspiele, und Männerbeim Anblick der Gegend, wo ste ihre Jugend verlebten, undwovon sie lange getrennt waren, ein Gefühl haben, welchessich nicht beschreiben läßt, und mit keinen» andern Gefühle ver-glichen werden kann. So erklären wir uns, wie der, welcher inder Fremde allen Reichthum, alle Ehren ärntet, immer auf. dieHeimarh zurücksieht, immer sich im Geiste dort am liebsten be-findet und das Damals mit dem Jetzt vergleicht; wie ihm derRuhm der ganzen Welt beinahe nur wichtig wird, weil erdenkt, daß seine ersten Mitbürger, seine Jugendgenossen davonerfahren. So erklären wir uns, wie ganze Völker mit unauf-löslichen Gemüthsbandcn an ihre Heimath angefesselt sind, daßsie neben derselben auch von der Natur beglücktere Gegendenverschmähen können.

Das ist Gottes Werk, das ist Gottes Weisheit, zur Er-haltung der Ordnung im menschlichen Geschlecht, und daß alleThcile des Erdbodens von demselben gekannt, erforscht, be-wohnt und angebaut würden; nicht des Erdbodens willen, son-dern des inenschlichen Geistes willen, daß er in Erkenntniß desHeiligthums und der Majestät des Schöpfers wachse und voll-kommener werde, das heißt, seiner Bestimmung immer mehrentgegcnreife.

Das ist Gottes Werk, das ist Gottes Weisheit. O kommether lind sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar istmit seinem Thun unter den Menschenkindern! Wunderbar!Wann werde ich enden mit der Wahrnehmung Deiner Herr-lichkeit , o Du an Wunderthaten Unerschöpflicher? Wohinich mich wende, begegnen mir die glänzenden SpurenDeiner Güte und Weisheit. Und was beim ersten daraufgerichteten Blick mir unerheblich und klein schien, wird,näher betrachtet, zum Gegenstand des Erstaunens und derAnbetung.

Ja, Wunderbarer, o Du Vater Aller in den verschieden-sten Heimathen, ich falte in Verehrung und Demuth und