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6 (1837) Gott in der Natur
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Der Untergang der Welt.

Matth. 21, re.

Auch jene Sonnen, die dorr schimmern,

Sie alle werden einst vergeh n;

Auch dieser Erdball wird zertrümmern,

' Und wie ein kodier Staub vcrweh'n!

Gott! Gott! wenn Alles stirbt und bricht,

Vergeht doch Deine Liebe nicht.

Hier, eh' Du kommst mich zu entkleiden,

Ist all mein Wissen nur e-n Traum,

Von hunderttausend Deiner FreudenVcrmuth' ich träumend eine kaum.

Doch hoff' ich die mit Zuversicht,

Die Derne Treue mir verspricht.

^ft siehe ich sinnend still, und betrachte mit Vergnügen dieaußerordentliche Mannigfaltigkeit der göttlichen Schöpfungenselbst da, wo ich sie am wenigsten vcrmuthete. Welch eine ab-wechselnde Verschiedenheit der Erdartcn, die der Pflug desLandmanns umwühlt! Hier leichter Sand, dort fester Leim-grund, und dort wieder schwarzes, fruchtbares Erdreich, ausdem Moder verweseter Pflanzen und Thicrcheile entstanden!In einer Gegend unermeßliche, harte Felsen des fast unver-gänglichen Granits, in andern Gegenden ungeheure Berge vonThonschiefer; in andern wieder ausgebreitete Lager von Sand-stein oder Kalk!-Warum sollte ich gleichgültig an diesen

Erscheinungen in der Natur vorübcrziehen? Von Allem, wasder Schöpfer schuf, und wäre es noch so klein, noch so einfach,ist n,ichts gleichgültig und gering. Dem Auge des Weisen offen-bart sich die Allmacht und Größe des höchsten Wesens auch indem Geringsten. Er erkennt in jenen verschiedenen Felsen-,Stein - und Erdlagern, aus welchen der Erdball zusammen-gesetzt ist, einen Theil von der ältesten Geschichte des Welt-körpers, den er für wenige Jahre zu bewohnen hat.

Denn es ist gewiß, daß eben dieser Weltkörper nicht zufälligaus einerlei Massen zusammengesetzt worden sei; auch kein