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thätige Kräfte aus der Lust an sich zieht: er ist der Pflanzen«weit so fruchtbar, als ein Gewitterregen sein kann. Er durch-dringt und löset die fester» Erdtheilchen gewaltsamer undfressender, als das gemeine Wasser der Flüsse und Brunnen,und selbst des Regens. So düngt er die Felder und Wiesendes Landmanns, während er die Spuren reißender und wilderThiere verrätherisch offenbart, wenn diese, aus ihren unbekann-ten Höhlen und Schlupfwinkeln durch den Hunger hervorgetrie-ben, sich blutdürstig den Hcerden oder den Wohnungen derMenschen nähern.
Durch seine Schönheit entzückt er, durch sein Licht erleuchteter, durch seine Hülle erwärmet-er, durch seine Kraft befruchteter. Wer kennt aber allen Segen, welchen die Weisheit desgütigen Schöpfers in diesen einzigen kleinen Theil seiner un-ermeßlichen Schöpfung gelegt hat? Der Wanderer wie derLandmann, der Wurm wie die Pflanze, der Naturforscher wiedas unwissende Kind, erfreuen sich dieser Erscheinung. Kaumfröhlicher mag die Jugend den ersten Blumen des Frühlings,den ersten Früchten des Herbstes begegnen, als sie die erstenfallenden Silberflocken begrüßt, deren jede nun vom Himmelzu kommen scheint, um Zahl und Wechsel ihres Vergnügens zumehren. Nicht allein der Jugend, auch den Erwachsenen, auchden Greisen gemährt dieser Anblick Lust. An Alles, was Gottgibt, knüpft Gott eine Freude für seine geliebten Erschaffenen —er will uns froh und glücklich sehen.
Das Wieder verschwinden des Schnee's verkündet uns denAnzug des Frühlings. Zuerst befreien sich die tiefer liegendenEbenen und Thäler von der winterlichen Hülle, deren Wohl-that sich im Aufsprießen zahlloser Blumen offenbart. Der weißeSchleier zerreißt, und wird immer weiter zurückgedrängt nachden höhern Gegenden; endlich stufenweise an den Bergen hin-auf bis zu ihren Gipfeln; da vergeht er am spätesten. Dennhier ist es auch, wo der Frost am längsten verzögert, undPflanzen und Thieren die erwärmende Bedeckung erst späterentbehrlich wird. Aber auf den Höhen der höchsten Berge, woauch kaum noch Kräuter gedeihen können, bleibt er beständig