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45 .
Betrachtung der Witterungswechsel.
Erster T h e i l.
Psalm tlt, 3.
Dein ist der Tag/ Dein ist die Nacht/
Dein sind des Jahres Zeiten;
Du rufst der Felder gold'ner PrachtUnd den Unfruchtbarkeiten.
Du sendest aus des Himmels Höh'
Uns Sonnenschein und Regen;
Und Thau und Nebel / Reif und SchneeWird uns durch Dich zum Segen.
Du wandelst groß und unsichtbar/
In Nähen und in Fernen :
Und wirkest still und wunderbar/
Mit Stäubchen / wie mit Sternen.
Dir/ dessen weise VatcrhandDes Wetters Wandel führet/
Dir bringe jedes Volk und LandDen Preis/ der Dir gebühret.
Oroß sind dieWerkedesHerrn! Wer ihrer achtet,hat eitel Luft daran. So sang vor Jahrtausenden derfromme Dichter, begeistert von der Majestät seines Gottes, diestch in den Schöpfungen offenbart.
Auch ich werde nicht satt, die Herrlichkeit des Allerhöchstenin seinem Wunderreiche zu betrachten. Ach, warum geht dochder größte Haufe der Menschen so kalt und unempfindlich durchdies ewige Reich Ser Wunder umher, und bleibt lieber mit Ent-zücken vor dem elenden Machwerk menschlicher Hand stehen?Warum ermahnen die Lehrer des Volks, die Priester des Herrn,zur Anbetung des Allmächtigen, ohne nur einmal den Blick aufdie erstaunlichen Thaten Gottes zu richten?
Sie sehen umher und suchen die Thaten Gottes, und findensie nicht. Gewohnheit blendet fie. Augen haben sie, und sehennicht mehr; sie haben Ohren und hören nicht.