jegliches Haus wird von Jemand bereitet; der aber Alles?bereitet, der ist Gott! (Hebr. 3, 4.)
Mit ernstem Schweigen und Erstaunen betrachte ich dieWunder der unermeßlichen Räume — und was mein Geist un-ermeßlich nennt, ist nur der kleinste Punkt des Alls, das Ermit einer mir unbegreiflichen Weisheit geordnet hat; und. überall ist Er Gott und Herrscher allein. Der Blick meinesGeistes verfinstert sich, indem ich zu ihm empor sehe; die Flügelmeiner Einbildungskraft erlahmen, indem ich dies Unendlichemit den Gedanken durchschweben will. Gott, dem ewigenKönige, dem Unvergänglichen, Unsichtbaren undAlleinweisen, sei Ehre und Preis in Ewigkeit!(1. Tim. 1, 17.)
Derjenige, welcher von allen um die Sonne schwebendenSternen ihr am nächsten ist, wird von den HimmelsbeobachternMerkur geheißen. So nahe ist er dem blendenden Strahlen-gewande der Sonne, daß er des Nachts nie, sondern nur nebender Sonne am Tage gesehen, und auch da nicht recht erkanntwerden mag, weil er fast immer von ihrem Glanze verdecktwird. Demungeachtet ist er noch mehr als acht MillionenMeilen von ihr entfernt, das heißt, hundert und sechszigmalweiter, als der Mond von uns. Ob nicht noch andere Weltenzwischen ihm und der Sonne schweben, wissen wir nicht; Raumgenug zu ihren Bahnen wäre vorhanden; aber schwer, sie ausdem Strahlenmeere herauszufinden. Man hat wohl dunkele^runde Körper schon vor der Sonne, ihr sehr nahe, vorbeiwan-deln sehen, ohne angeben zu können, welch eine Bewandtniß siemit derselben haben. Selbst ihre Kleinheit verhinderte, sie deut-licher zu erblicken. Auch der Weltkörper Merkur ist einer derkleinern; sein Durchmesser beträgt etwa nur zwei Fünflheile vondem Erddurchmesser; demungeachtet übertrifft er dennoch weitdie Größe unsers Mondes.
Dies Alles verursacht, daß man von seiner Beschaffenheitwenig hat entdecken können» obgleich man wohl bemerkte, daß erein ähnlich dunkeler, gerundeter Körper wie die Erde sei, und,nach seinen verschiedenen Stellungen zur Sonne, eben so ungleich