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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
382
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werdende Thierchen leben und weben; wenn wir uns erinnern,daß die Anzahl der Menschen allein, die auf der Oberflächedes Erdbodens zerstreut wohnen, über achthundert Millionenbeträgt: wie könnten wir bei solchem Schwindel erregendenBlick vom Größten bis zum Kleinsten, vom Einzelnen zu derunendlichsten Menge, gefühllos blcrben, und ohne von einemheiligen Schauer durchdrungen zu werden! Wie sollten wir,die wir vom grenzenlosen Hause Gottes, dem Weltall, nureinen der unbedeutendsten Punkte, und selbst diesen bei weitemnoch nicht ganz kennen, nicht von Ahnungen ergriffen werden,daß jene größern Welten vom Gott und Vater des Lebens wohlauch mit lebenden Wessen bevölkert sein mögen, die seine Ma-jestät anbeten! Und wenn von jenen Tausenden von Sternenüber uns jemals ein einziger auf immer verschwände: wer aufErden würde das Dasein desselben vermissen? Wenn unserganzer Erdball, mit Allem, was ihn bewohnt, plötzlich inNichts verginge: was verlöre das reiche All der Welt andiesem Staubkorn, welches wir Lebenden jetzt noch unser ganzeWelt nennen ?

Dennoch ist der Vater dieses überschwenglichen Reich-thums mein Vater, und der Gott aller jener Welten meinGott! Dennoch willst Du, ewige Allmacht, ewige Barm-herzigkeit, mich nicht verloren gehen lassen, und nicht ver-säumen; sondern wunderbar einzig, wie Du für jede besondereWelt und für jeden besondern Wurm im Staube bist, alswäre jene Welt, dieser Wurm allein Deiner Liebe und SorgeGegenstand: so bist Du wunderbar einzig für mich, als wäreich" Dein einzig erschaffenes Wesen, und Alles meinetwillenangerichtet! Herr, wie sind Deine Werke so groß und viel;Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist vollDeiner Güte!

Ich fühle mich in diesem Ozean des Lebens so klein,so nichtig, wenn ich mich in dem Gedanken der Unendlich-keit oder in dem Abgrund Deiner Schöpfung verliere, undfühle mich wieder so groß, daß ich, ein ewiger Geist, Gott,Dich denken, Dich anbeten kann! Ich fühle mich so arm