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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
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zweckmäßigste Gebäude für sich in möglichst kleinstem Raume undmit der größten Ersparniß herzustellen.

Von allen uns bekannten Thieren ist vielleicht der Hunddurch seine höher» Fähigkeiten am merkwürdigsten. Mehr alsjedes andere hält er sich zum Menschen, überläßt sich dessenHerrschaft, scheint ihn zu verstehen, und Vergnügen darin zufinden, ihm zu dienen. Gelehriger als alle andern Thier e,thut er, was ihm befohlen wird: jagt das Wild, bewachtHaus und Hof, vertheidigt seinen Herrn, und beobachtet dessenMienen, dessen Stimme, um seinen Willen zu errathen. SeineTreue und Anhänglichkeit ist rührend. Der Hund ist das einzigeThier, welches in seiner Zuneigung zum Menschen lieber dasLeben, als die Treue aufopfert; seinen Herrn und dessen Freundeimmerdar kennt; der es hört und darauf achtet, wenn man ihnbeim Namen ruft. Dennoch ist Alles, was wir an ihm Ver-stand und Gedanken nennen, nur eine Selbsttäuschung vonunserei^Seite. Der Hund, mit dem reizbarsten Empfindungs-vermögen der thierischen Seele begabt, zeigt nur, wie viel dieseauch ohne Geist zu leisten fähig ist. Daß er sich zähmen undzum Diener der Menschen verwandeln läßt, ist die Wirkung dergleichen Ursache, welche den Adler bewegt, sein Nest an denGipfeln der höchsten Felsen zu bauen, von wo er in .-VeitenFernen umher seine Nahrung ausspähen kann. Seine Treue istdie bindende Macht der Gewohnheit; seine Gelehrigkeit ist dieFrucht des Gedächtnisses, oder der Erinnerung angenehmer und'unangenehmer Eindrücke bei gewissen Handlungen.

Doch ihm, wie allen Thieren, fehlt der Gedanke. Er kannlernen, aber seine Jungen nicht das Erlernte wieder lehren.Empfindung und Gedächtniß, verbunden mit der Macht desInstinkts, ist der Inbegriff aller thierischen Fähigkeiten. KeinThier, hat eine Vorstellung von dem, was wahr und gerecht ist;kein Thier eine Vorstellung von der Verknüpfung der Ursachenund Wirkungen; nur was es immer gewohnt ist beisammenoder nach einander folgend zu sehen, das glaubt es immerdarverbunden. Darum zittert der Hund vor der donnernden Stimmeseines Gebieters, der oft schmerzliche Mißhandlungen folgten;