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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
358
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Frost, und gibt durch seine Verwesung dem Erdboden neueKraft, diesen Samen im Frühling zu ernähren. Nichts, o All-mächtiger, ist in Deiner Schöpfung zu klein und zu gering.Alles versorgest, Alles erhälst Du mit Alles umfassender Vater-gunst. Selbst das kleinste Samenkorn, welches der Menschkaum bemerkt, über welches er gleichgültig hinschreitet, bedeckstDu erwärmend, und bereitest ihm Nahrung.

Der Herbst zeigt mir in den zahllosen Früchten und Samender Bäume, Gesträuche, Stauden und Pflanzen, die von derHand des Sturms über die Welt ausgesäet werden, lebhaft dieewige Ordnung der Schöpfung. Hier ist Erhaltung des Ganzen,wie des Einzelnen. Hier ist kein auffallendes Glied in der Ketteder Natrr*.

Noch vor wenigen Wochen prangten die Felder mit der gol-denen Frucht der Aehre sie sind öde und füllen die Scheunen.Eine unendliche Menge sterblicher Familien ist durch den SegenGottes reich geworden, und erfreut sich der Fülle. Die Frucht-bäume senken ihre mit reifem Obst belasteten Zweige unfernHänden entgegen. Zum erfreuenden Labetrunk gährt im warmenSonnenstrahl noch die Traube in den Weinbergen. Der Monarchund der Bettler, Alle sollen sich dieser Fülle erfreuen. Und auchfür den kleinsten Wurm im Staube ist gesorgt, daß er nichtvergehe, sondern Nahrung finde in dem allgemein verbreitetenReichthum.

Du warst es, Vater,, der unsere Gebete erhörte, der unfernFleiß segnete. Darum singe ich mit David: Du suchest das Landheim und wässerst es, und machest es sehr reich. Gottes Brünn-lein hat Wassers die Fülle. Du lassest ihr Getreide wohlgeratyen,denn also bauest Du das Land. Du tränkest seine Furchen undfeuchtest sein Gepflügtes; mit Regen machest Du es weich, undsegnest seine Gewächse. Du krönest das Jahr mit Deinem Gut,und Dein? Fußstapfen triefen vor Fett! (Ps. 64, 40 42.)

Doch nicht die Aerntefreuden allein sind es, welche denHerbst verschönern. Er erfüllt uns noch mit ganz andern, fastunaussprechlichen Empfindungen. Des Sommers drückendeSchwüle ist vorüber. Kühler weht die Luft, und uns durch-