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klarer unsere Pflichten zu erkennen, dr'e wir damit gegen andereMenschen empfingen.
Es ist ja im ganzen Weltall nichts von Ungefähr, sonoernAlles hat seinen guten Zweck, und Alles muß sein wie cs istund kommt, damit das große Ganze wohl bestehe. So find dietheilweisen Störungen in der allgemeinen Fruchtbarkeit des Erd-bodens, so ist der Segen, der dich, der Mangel, der den Nachbartrifft, kein bloßer Zufall. — Was ist denn Zufall und Ungefähr?Wäre es etwa ein Geschick, das wider den Wollen des All-mächtigen, wider das Vorherwissen des Allweisesten geschähe?Welch ein Unfinn! Es wäre neben Gott ein Anderer im Welt-gebäude, der mächtiger als die Allmacht sein müßte!
Es ist kein Zufall im Gelingen und Mißlingen der Acrnten.Darum, Christ, welches Loos dich auch getroffen, nimm dunicht selbst dies Loos im verkehrten Sinn, sondern wisse, wasdir geschah, war berechnet.— Es war berechnet, sowohl fürdas Heil des Ganzen, als für dein eigenes. Die höchste Weis-heit gab es dir; die reinste Väterliche gab cs dir; darumempfange es mit kindlich dankbarer Liebe. Schmecket und sehetwie freundlich der Herr ist; wohl dem, der auf ihntrauet!
So veränderlich auch in Rücksicht der Fruchtbarkeit desBodens die Jahrgänge sein mögen, so ist doch so viel gewiß,Saß im Ganzen die Fruchtbarkeit der Erde zur Erhaltung ihrerBewohner eben so wenig abnimmt, als die Väterliche des höchstenWesens gegen seine Geschöpfe. Es kann sein, daß durch Krregoder Ueberschwemmungen, durch Pestseuchen, welche weite Land-striche menschenleer machen, oder durch Erdbeben und Ver-schüttungen ehemals blühend gewesene Gegenden Wiidniß undWüste werden. Aber dagegen wird die Schöpfungskraft derNatur unter andern Himmelsstrichen nur thätiger. Und obauch ein Jahr oder ein Jahrzehend vollkommen unfruchtbaräusfiele, kann ein einziger gesegneter Herbst Alles wieder aus-gleichen.
Die Freigebigkeit und Kraft der Natur ist unbeschreiblich,jeden Schaden, wäre er auch noch so groß, schnell wieder zu