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Betrachtung der Sinne.
Der Geruch.
2. Mvs. 29, 18.
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Anbetend steh' in Gottes Hciligthume,
Hin Tempel der Natur, o Christ,
Wo ihrem Schöpfer auch die kleinste BlumeDen süßen Opferduft vergießt!
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Und wenn der Opferduft von jeder BlütheMit Wohlgerüchen dich umwallt:
Bist du allein für deines Schöpfers GüteEmpfindungslos, o Mensch, und kalt?
Nein, opfernd, Vater, bring' ich in der Stille,Mein Leben Dir zum Heiligthumc, Dir!
Geopfert werde, Vater, Dir mein Wille,
Und jedes edlere Gefühl in mir!
^ie ersten Menschen, unbekannt mit den Verknüpfungen undWirkungen in der Natur, und begierig den segnenden Gott-heiten des Lebens die Empfindungen der Liebe und Dankbarkeitzu bezeugen, sahen von Bergen und Thälern die Nebel empor-fieigen zu den Wolken. Sie sahen den Rauch in langen Säulensich zu jenen Höhen hinaufwälzen, von wo ihnen Sonnenscheinund Regen, Wärme, Licht und Gedeihen kam, oder der Blitzdurch donnerndes Gcwölke leuchtete, oder der Regenbogen wieein wunderbares Farbenthor stammte. Dort, über den Wolkenund Sternen, vermutheten ste den Aufenthalt der Götter; undsie dachten sich die Götter als menschenähnliche Wesen, dochmächtiger als alle Sterblichen, und von unsterblicher geistigerNatur.
Da sprachen die ersten Menschen unter einander: Es nährensich die Götter nicht mit den Speisen der Menschen; nur diefeinsten Düfte steigen zu ihren Sitzen empor. Wie mögen wiruns ihr Wohlgefallen gewinnen, oder ihnen ein erkenntlichesGemüth offenbaren? Wie können wir uns ihnen mit Geschenkennahen?