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6 (1837) Gott in der Natur
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32.

Betrachtung der Sinne.

Der Geschmack.

Ps. tvä, 15.

Wie hold und gütig ist doch Gott!

Lobflngt/lobsingk dem Herrn!

Er gibt uns unser täglich Brod/

Und mehr noch/ und so gern!

Von süßen Fruchten voll und schwerWird schon Gesträuch und Baum:

ES lächelt von den Feldern her' Der Saaten goldner Raum.

Am Hügel reift die Traube schon/

Die unser Herz erquickt/

Und überall des Fleißes Lohn/ >

Wohin das Auge blickt.

Genießt mit froher DankbarkeitDen Segen eures Herrn /

Und wenn ihr seiner Huld euch freut/

So gebt/ wie er/ auch gern.

Ä)elch einegi mannigfaltigen Reichthum- von Genüssen jederArt hat uns die Güte unftrs Gottes in der Natur gewahrt!Schon bemerken wir in unfern Feldern und Gärten die süßestenVorboten des Hcrbstsegens, alle Früchte reifen immer mehrunter Gewitterregen und am warme» Sonnenstrahl. Gottsorgt auch dieses Jahr väterlich für seine Kinder. Er verleihtdas tägliche Brod, um welches wir ihn dcmuthvoll anflchen.

Bei den Thieren ist das Aufsuchen der Nahrung, deren siebedürfen, ohne andern Zwlck, als ihr Leben zu erhalten. Andersist es bei den Menschen. Ihr Trieb, sich zu ernähren, ist zwgleich eins der wichtigsten Mittel in der Hand Gottes, daß dieSterblichen sich enger mit einander zu einem gesellschaftlichenLeben verbinden; daß sie zu den Begriffen von gegenseitigenRechten und Pflichten gelangen; daß sie die Tugenden der Wohl-thätigkeit, des Erbarmens, der Freundschaft, der Redlichkeit,der Ehrfurcht vor fremden Rechten üben können; daß sie sichum Eigenthum bekümmern; daß sie länger ihre Kinder erziehen

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