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Würmer, deren erste Stoffe, Keime und Eier er in sich ge-tragen hat, ohne es zu ahnen.
Wenn man nur einen Tropfen verdorbenen Essigs an dieNadelspitze hängt und vor das Vergrößerungsglas bringt, wirdman mit Erstaunen in diesem vergrößerten Tropfen zahllosekleine Schlangen und Aale, wie feine Faden, vornen und hintenzugespitzt, erkennen, die sich mit Geschwindigkeit hin und herbewegen, indem sie sich kraftvoll durch das Wasser hinschlän-geln, bald langsam, bald schnell, wie cs ihnen gefällt. Werwird dies unerwartete Schauspiel ohne Bewunderung beob-achten können!
Man hat schon von den im Kleister lebenden Aalen durch-schnitten und mit Erstaunen bemerkt, wie aus ihrem Leibe dannbei hundert Junge Hervorflossen, die wie kleine häutige Eierwaren. Aber sie gingen schnell aus diesen Eiern hervor undschwammen, wachsend an Umfang, wie die Alten herum. —Manche legen Eier, manche gebären lebendige Junge. Allewissen sich auf die ihnen beste Weise zu nähren.
Wovon aber leben diese Thiere in einem Wassertropfen,der ihnen wie ein Meer ist? — diese Thiere, welche zuweilenmillionenmal kleiner sind, als ein Sandkorn? Unser Augereicht in das Unendliche dieser neuen Welt nicht hinaus. Aberes mögen dennoch viel kleinere Wesen leben, die ihnen zurSpeise dienen, Wesen, zu deren Entdeckung das Gesicht desSterblichen vielleicht nie gelangen wird.
Sie sind überall vorhanden, und in ihren Gestalten, nochmehr aber in ihrer Art sich zu bewegen, sehr verschieden. JedeArt von ihnen hat einen eigenen Gang, oder vielmehr ein eigenesSchwimmen. Einige haben einen dichten Leib, andere nureinen häutigen; einige scheinen sich jeden Augenblick zu ver-wandeln.
Um gleichsam eine ganze Welt von lebendigen Wesen insDasein zu erwecken, darf man nur auf Blätter, Gras, Blumen,oder thierische Theile etwas Wasser gießen, und es der Sonneausstellen, oder sonst in laue Wärme setzen. Bald wird eineZersetzung im Wasser vor sich gehen, eine Gähcung oder Fäulniß;