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Der glückliche Landmann besucht seine Felder und Wiesen,die, vom Vater alles Segens gesegnet, freiwillig ihren Reich-thum hervortreiben. Und wer auch nur einen kleinen Gartenbesitzt, nennt ihn seinen Lieblingsort, weil sich für ihn derselbemit Blumen von mannigfaltiger Farbenpracht schmückt. Ja,wer endlich keine Erdscholle sein nennt, ist glücklich, wenn erin einem Scherben, aus einer Hand voll Erde, die selbstgepflanz-ten Blumen aufsteigcn und ihm entgegenprangen sieht.
Es ist das Vergnügen, welches man empfindet, indem mansich ländlichen Beschäftigungen überläßt, und die Ordnungender Natur zu seinem eigenen Vortheil anwendet, von so ganzeigenthümlicher Art, daß es kaum mit irgend einem andernverglichen werden kann. Daher war der Anbau der Erde seitden ältesten Zeiten nicht nur aus Nothdurft, sondern auch ausVergnügen, eine von denjenigen Arbeiten, welcher sich dieMenschen mit dem lebhaftesten Eifer Hingaben.
So ist es gekommen, daß gegenwärtig der größte Theil deruns bekannten Oberfläche der Erde, einige von Narur ödeStellen oder Wüsten ausgenommen, überall angebaut und be-nutzt ist, und daß also die Länder der Welt heutiges Tageseinem einzigen unermeßlichen Garten gleichen, wo menschlicherFleiß gleich sehr für Anmuch und Gewinn sorgte.
Wie-ganz verschieden ist daher durch die Kunst und Arbeitsam-keit der Sterblichen der Erdball von jenem Zustande geworden,wie er war, als er aus des Schöpfers Händen hervvrging.Gott gab dem Menschen alle Kräfte, alle Mittel, alle Stoffezu seinem bequemen Dasein; aber er mußte und sollte jene be-nutzen, um sich dieses zu verschaffen. Noch und Lust sollten denMenschen zur Anstrengung seines Verstandes, zur Entwickelungseiner Geistesanlagen zwingen. Dies lag in dem großen Entwurfder Vorsehung, denn nicht bloß die Ernährung und Bekleidungdes Körpers, sondern die Stärkung und das Wachsthum desunsterblichen Geistes sollte die Hauptsache sein.
Anfangs, ehe sich das menschliche Geschlecht, aus dem ver-lornen Paradiese hervorgetreten, über die Erde ausgebreiterhatte, war diese eine ungeheure Wilvniß ohne Ende. Undurch-