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Ja, ich will, o wundervoller Schöpfer, o Vater, der Duüber Alles herrlich und erhaben bist, ich will Deine Werke hie-nieden mit Ehrfurcht betrachten, mit Entzücken preisen. Vox-bereiten will ich mich, dort — wohin auch Du mir einst winkst —Dich noch tiefer verehren und bewundern zu können. Göttlichschön sei die Welt, welche mich nach meiner Auflösung erwartet —aber göttlich schön ist auch die Welt, die mir mein himmlischerVater jetzt schon zum weisen Genuß eröffnet hat.
Und fast zu keiner Zeit ist der Mensch aufgelegter, GottesHerrlichkeit auf der Erde zu bewundern, als wenn diese inihrem Frühlingsschmuck wie eine junge Braut dem Himmelcntgegenlächelt.
Aber wo soll ich beginnen, wo enden? Wohin ich blicke, istWeisheit und Macht vermählt, im Kleinsten wie im Größten!Alle Elemente singen den Ruhm Gottes. Soll ich von der Erdereden, deren zahllose Bewohner den Ewigen preisen? — odervon den Fluthen des Wassers, welche den ganzen Erdball um-rauschen, uud deren Schoos gehcimnißvoll eine ganze, nochunerforschte Welt von lebendigen Wesen verbirgt? — oder vonder Pracht und Gewalt des Feuers, wie cs in winterlichenNordlichtern lodert, in den Strahlen der Sommersonne dieErde aufschließt, daß sie die unermeßliche Fülle der Pflanzentrage, und unterirdisch in Klüften und Schluchten flammt undLänder erschüttert, und aus den Gipfeln der Berge Gluthströmestürzt? — oder von der Luft, welche durchsichtig, klar undleicht mit jcdein Athemzuge in uns einströmt, wie eine über-irdische Nahrung unserer Lebensflamme, den ungeheuer» inihr schwimmenden Weltball der Erde dahinträgt, wie einezarte Feder, und in der Kette der sichtbaren Weltordnung dasGlied ist, welches Sterne mit Sternen, Erden mit Erden,Sonnen mit Sonnen verknüpft?
Was ist weitverbreitender durch das Weltall, als die Luft,und welches Element ist geheimnisvoller und reicher an gött-lichen Wundern? — Du blickst empor zu den Sternen. Wieklar, wie hell, wie durchsichtig ist diese feine Flüssigkeit, diedein Auge umgibt, und durch die dein Blick in einer kaum