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Felsen herabrauschet; ihr Ströme, deren mächtige WellenSchiffe mit goldenem Reichthum des Landes tragen: rauschetLauter, es ist dem Schöpfer, daß ihr rauschet!
Rauschet lauter, ihr Wälder an den ergrünenden Hügelnund Bergen, rauschet lauter mit den jungbelaubten Zweigen;und ihr Gesträuche, schwer belastet vom Blumensilber desFrühlings, ertönet vom Gesänge der Vögel.
Fröhlich hallt das Thal wieder von den Stimmen der Heer-den, die in den blühenden Tristen, wie in allen Farben desRcgenbog'ns, weiden; in der Wüste brüllt freudig der Löwe.
Alle Kreaturen erheben die Stimmen ihres Vergnügens, denSchöpfer zu preisen im Schoost der verjüngten Natur. Selbstder kalte Felsen, neu mit Kränzen von rankenden Zweigengeschmückt, wird beredt, und sein Wiederhall verdoppelt denPsalm der Lebendigen.
Lobe den Herrn, meine Seele, und Alles, was Odem hat,Preise seinen herrlichen Namen! — Fallet anbetend auf eureKnie, Nationen des Erdkreis s, und preiset euers Schöpfersunerschöpfliche Huld. Das Todte und das Lebende, das Thierund der Mensch und die Geister schönerer Welten — die ganzeUnermeßlichkeit des Vorhandenen, alle Sterne, alle Sonnenrufen: Heilig, heilig ist Gott, unser Gott, dessen Liebe ohneEnde ist!
Denn wer mag die Werke Gottes sehen ohne Rührung, werdie Herrlichkeit der Schöpfung ohne Entzücken! — Die Weltim Frühling ist wie ein Vorhimmel, ein Strahl aus Eden,eine Ahnung des künftigen Bessern, die gleich einem flüchtigenTraum durch unsere Seele dringt.
Wo ist der bange Zweifler, der mit seiner Vernunft hadert,und im Streit mit widerspenstigen Gefühlen Gott verläugnenmöchte? — Er trete hinaus in die feierliche geschmückte Natur,Die, wie eine ewige Braut, von ihrer Schönheit verklärt, ihmGott zeigt. Er trete hinaus, und ein lebendiger, balsamischerAkhem von Millionen Blumen weht ihm entgegen, und spricht:Hier ist nichts Todtes, Alles ist Leben, und das Leben ist Gott!