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6 (1837) Gott in der Natur
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wenn er eine Pflanze gctödtet hat, geht er mit seinen Spitzenzur andern über und saugt sie aus.

Doch bei allen diesen merkwürdigen Eigenheiten der Pflanzen-naturen ist ihr ganzes Wesen nur ein schwaches Schattenspielder thierischen Welt. Sie sind ohne Bewußtsein, wenn gleichnicht ohne Empfindung; sie sind ohne Willen, wenn gleichnicht ohne Triebe, die einem Wollen ähnlich zu sein scheinen.Unerklärlich wunderbar ist der Bau in ihrem Innern, unerklär-lich wunderbar ihr Wachsthum und ihr Vermehren, ihr Ver-arbeiten der Säfte und ihr regelmäßiges Streben. Allein allesdies, und bei weitem mehr, entdecken wir auch in den thierischenKörpern, welche viel mannigfaltiger zusammengesetzt, viel sinn-voller eingerichtet sind.

Die Seele oder Lebenskraft der Pflanzen finden wir auchvollkommen in den Thieren oder Menschen wieder. Die Körperderselben nähren sich, wachsen und pflanzen sich fort, ohneeigenen Willen. Der Säugling wie der weiseste Mann wissennicht um das Gcheimniß, wie die genossene Nahrung sich inNerven, Blut, Knochen, Sehnen u. s w. verwandeln könne.Sie nehmen an Größe und Kraft zu, ohne daß ihr Wille etwasdabei vermag. Die äußern und innern Theile des Leibes ver-richten ihre Geschäfte fort, der Mensch wache oder schlafe; seinHerz treibt das Blut mit außerordentlicher Macht durch dieAdern, seine Lunge den Athem, ohne daß er daran denkt. Ja,selbst wenn der Geist schon im Tode vom Körper geschieden ist,dauert demungeachtet oft noch ein Thei! des Pflanzenlebenö indiesem fort. Man hat mehrere Leichname gesehen, denen nachvoller Verwesung der edlern Theile noch Nägel und Haare ge-wachsen waren bis zu unförmlicher Verlängerung.

Also hat auch das Thier diejenige Seele oder wunderbareLebenskraft, welche in den Pflanzen unser Erstaunen erregt.Sie besteht im Thier wie im Menschen unabhängig für sich.Aber ein höheres, unendlich wundervolles Vermögen wohnt imThiere, wovon keine Pflanze hat. Das Thier hat Empfindungender Lust und Unlust, und ist sich derselben bewußt. Es hat jenePflanzentnebe uach Wachsthum und nach Vermehrung seinervi r