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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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17 .

Das Reich der Pflanzen.

Erste Betrachtung.

Matth, s, 2,. r,

Groß / majestätisch sind des Höchsten Werke/

Werth alle/ daß man sie erforsch' und merke;

Aus ihnen strömen heilige Vergnügen/

Die nie versiegen.

Was er uns ordnet/ ist voll Schmuck und Ehre,

Daß eS/ i»ie groß er sei, die Menschen lehre!

ES lehrt das kleinste Blümchen in den AucuDie Allmacht schauen

Er baut den Wunder»/ die sein Arm verrichtet/

Ein Denkmal/ welches keine Zeit vernichtet;

Laßt unS/ vereint mit allen frommen Seelen /

Sein Lob erzählen.

^EchÄuet die Lilien auf dem Felde, wie sie wach-sen! Ich sage euch, daß auch Salomo in allerseiner Herrlichkeitnicht beklcidetgewesen ist, alsderselben eine." So sprach der Erlöser lehrend zu seinenJüngern, und inachte sie auf die wundervolle Pracht der blü-henden Natur aufmerksam; denn sie, besser als der beredtestePrediger, verkündigt die göttliche Weisheit, Güte und Größe.Auch der Gefühlloseste wird der ihrem Anblick gcrührt, undwirs in der Wahrnehmung ihrer Reize voll Entzückens.

Und so will auch ich oft im vollen Maße die Herrlichkeit derwieder erwachenden Natur genießen, und die Majestät desallgegenwärtig wirkenden Schöpfers in ihr bewundern. Wiebelehrend ist die Beobachtung des kleinsten Gegenstandes in derSchöpfung; wie unschuldig und rein ist das Vergnügen, welchesich in Betrachtung der Naturschönheitcn empfinde! Wie heiligendist für meine Seele der Umgang mit den Werken meines Gottes!

Es ist eine neue Kraft, welche mit dem beginnenden Früh-ling durch Erde und Himmel zu strömen scheint. Ein frischesLeben regt sich durch die weite Schöpfung, die Fluren strahlenvon einem das Auge erfreuenden Grün, und tausend vielfarbige